Schlagwort: Vertrauen

  • Hymnus

    Wo ein Mensch Vertrauen gibt,
    nicht nur an sich selber denkt,
    fällt ein Tropfen von dem Regen
    der aus Wüsten Gärten macht.

    Wo ein Mensch den andern sieht,
    nicht nur sich und seine Welt,
    fällt ein Tropfen von dem Regen,
    der aus Wüsten Gärten macht.

    Wo ein Mensch sich selbst verschenkt
    und den alten Weg verlässt,
    fällt ein Tropfen von dem Regen,
    der aus Wüsten Gärten macht.

    Text: Hans-Jürgen Netz 1974, Melodie: Winfried Heurich 1974, alle Rechte im tvd-Verlag, Düsseldorf, GL 839 (Anhang Limburg) · GL 1975 (Anhänge)

  • Alles gereicht zum Guten

    Transkript der Predigt von P. Johannes Paul Abrahamowicz OSB in Stift Göttweig zum 17. Sonntag im Jahreskreis am 26.7.2026.

    Der Glaube ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Glauben.

    Der junge Königssohn Salomo soll nun selbst den Königsthron besteigen. Welche Ehre für den jungen Mann! Er aber bittet um Weisheit – nicht um Ruhm oder Reichtum. Salomo kennt seine Grenzen. Die Demütigen kennen ihre Grenzen.

    Wenn jetzt ein Demütiger auch noch an den grenzenlosen Gott glaubt, dann geht es ihm gut.

    Salomo bittet um Weisheit und sie wird ihm geschenkt. Und Salomo geht es gut, und zwar schon in diesem irdischen Lebensabschnitt. Nicht weil du brav gebetet hast, wirst du später einmal belohnt werden, sondern weil du demütig bist, geht es dir jetzt schon gut.

    Salomo hat wohl Schwierigkeiten gehabt in seiner Regierungstätigkeit, aber in seinem Herzen ging es ihm gut.

    Auch der Mann, der einen Schatz im Acker gefunden hat, ist demütig. Er ist das Bild eines Menschen, der zugibt, bisher trotz allem nicht wirklich glücklich gewesen zu sein, und der demütig für die echte Liebe – für diesen Schatz, den er gefunden hat – auf alles Bisherige zu verzichten. Dieser Mann kennt seine Grenzen. Die Demütigen kennen ihre Grenzen.

    Und wenn so ein Demütiger an den grenzenlosen Gott glaubt und ihm vertraut, dann geht es ihm gut. Der Mann verzichtet auf all das, was ihn angeblich glücklich gemacht hat, und traut sich zu lieben: sich selbst und die anderen zu lieben, weil er echte Liebe gefunden hat. Vielleicht ist er selbst der Acker, weil er echte Liebe in sich entdeckt hat, weil er Jesus entdeckt hat und seine Liebeskraft.

    Und diesem Mann – der ein Bild für jeden von uns ist, der Jesu Liebe entdeckt hat –, diesem Mann geht es gut. Nicht weil du auf alles verzichtet hast, wirst du später einmal belohnt werden, sondern weil du demütig zugibst, was dich wirklich glücklich macht und was nicht, geht es dir jetzt schon gut.

    Er wird wohl, wie jeder andere Mensch auch, weiterhin Schwierigkeiten haben in seinem Leben. Aber in seinem Herzen, wo er Lieben gelernt hat, geht es ihm gut oder immer besser.

    In diesem Bild geht es ihm schon jetzt gut, in diesem irdischen Lebensabschnitt. Genauso ist der Perlenhändler ein Bild für einen demütigen Menschen, der seine Grenzen kennt und sich dem grenzenlosen Gott anvertraut, sich deswegen ganz auf ihn verlässt und es ihm dann gut geht.

    Wir alle kennen unsere Grenzen. Auch wir sind durch diese Schriftstellen heute eingeladen worden, unsere Grenzen uns selbst einzugestehen. Paulus hat es uns geschrieben und hat es schon damals den Christen in Rom geschrieben, was denen passiert, die demütig ihre Grenzen wahrnehmen und den grenzenlosen Gott bitten, dass er ihnen genau dort aushelfe. Folgendes passiert ihnen, er schreibt: Sie wissen, dass Gott zu ihnen steht. Nicht sie werden es später einmal erfahren, vielleicht nach dem Tod, sondern Paulus schreibt: Wir wissen – also jetzt! Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht. Gereicht – also jetzt schon, schon in diesem irdischen Lebensabschnitt.

    Unser Glaube ist nämlich nicht dazu da, um uns aufs Jenseits zu vertrösten. Wir glauben nicht nur, dass Gott später einmal zu uns steht. Das auch, ja! Er wird auch später einmal zu uns stehen und uns beim Endgericht endgültig vom Bösen befreien – auch vom Bösen in uns –, wie der Fischer, der die guten Fische endgültig von den schlechten befreit. Aber wir glauben, dass Gott auch jetzt schon zu uns steht. Wir werden wohl, wie jeder andere Mensch auch, weiterhin Schwierigkeiten in unserem Leben haben, aber in unserem Herzen wissen wir, dass uns alles zum Guten gereicht, weil wir Gott lieben.

    Warum ich das so betone? Weil wir in einer Zeit leben, die weltweit Sorgen macht. Und weil an jedem Sonntag, so auch heute, diese Schriftstellen über Salomo und über die Schatzfinder weltweit heute in allen katholischen Messen verkündet werden.

    Mögen weltweit alle demütigen Gottesdienstbesucher getröstet nach Hause gehen. Getröstet von der Aussage, dass wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht.

    Amen.

  • Damit es uns gut geht

    Predigt von P. Johannes Paul Abrahamowicz OSB am 7. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A

    Angeregt durch diese Predigt habe ich heute das ganze Kapitel 17 im Johannes Evangelium gelesen. Das ist ein Gebet zu seinem Vater voller Vertrauen und Dankbarkeit. Die Predigt selbst habe ich mit Plaud transkribiert, wodurch diese Zusammenfassung entsteht.

    Kernsynopsis

    Der vorliegende Text ist eine theologische Auslegung des Johannesevangeliums, Kapitel 17, die sich auf die Kernbotschaft von Jesu Abschiedsgebet konzentriert. Die Analyse dekonstruiert ein als komplex und philosophisch beschriebenes Gebet in ein einfaches, nachvollziehbares Prinzip: Jesu Bitte an den Vater, sich nach seinem Weggang um seine Anhänger zu kümmern. Diese Bitte wird mit dem alltäglichen Beispiel von Eltern verglichen, die ihre Kinder in die Obhut anderer geben. Der entscheidende strategische Punkt ist die zeitliche Einordnung dieses Gebets: Es wird von Jesus vor seinem Tod und seiner Auferstehung gesprochen, nicht danach. Diese Voraussicht demonstriert ein Höchstmaß an Gottvertrauen, das als Vorbild für die Gläubigen dient. Wir sind nicht dazu aufgerufen, eine komplexe Theologie zu meistern, sondern unser eigenes Gottvertrauen zu stärken, da dies die eigentliche Quelle des Wohlbefindens ist.

    Dekonstruktion der Predigt: Von der Theologie zur Praxis

    1. Das Phänomen: Ein komplexes Gebet

    • Der Text: Die Predigt beginnt mit der Lesung aus dem Johannesevangelium (Kapitel 17, Verse 1-11a), in dem Jesus sich an seinen Vater wendet.
    • Die Bewertung: Der Sprecher (P. Johannes Paul OSB) charakterisiert diesen Text als kompliziert, philosophisch und wie einen „Wirbelsturm“, der um wenige Themen kreist ([00:03:06-00:03:39]). Die Kernaussagen über Verherrlichung, ewiges Leben und die Beziehung zwischen Vater, Sohn und den Gläubigen werden als anspruchsvoll für den Zuhörer eingestuft.

    2. Die Kernbotschaft: Eine einfache Analogie

    • Die Vereinfachung: Die komplexe theologische Sprache wird auf eine zentrale, menschliche Handlung reduziert: Ein Verantwortlicher übergibt seine Schützlinge an eine höhere Instanz ([00:03:40-00:04:18]).
    • Die Analogie: Dies wird mit der Situation von Eltern verglichen, die in den Urlaub fahren und die Betreuung ihrer Kinder an jemand anderen übergeben mit der Bitte: „Bitte kümmere dich jetzt um die Kinder, weil ich kann nicht.“ ([00:04:18]). Jesus hat sich um „uns“ gekümmert und bittet nun den Vater, diese Aufgabe fortzuführen.

    3. Die entscheidende Einsicht: Der Faktor Zeit

    • Das Paradox: Obwohl die Lesung in der Zeit nach Christi Himmelfahrt stattfindet, verortet der Evangelist Johannes diese Worte Jesu vor dessen Tod und Auferstehung ([00:04:19-00:04:51]).
    • Die Konsequenz: Dass Jesus in vollem Bewusstsein seines bevorstehenden Todes („Ich komme jetzt zu dir“) ein solch vertrauensvolles Gebet sprechen kann, wird als ultimativer Beweis für sein Gottvertrauen interpretiert. Es ist keine Rückschau nach einem Sieg, sondern eine vertrauensvolle Handlung im Angesicht der größten Prüfung.
    • Die Anwendung: Für die heutigen Gläubigen, die nach Ostern leben, erhält dieses Gebet eine noch tiefere, tröstlichere Bedeutung. Das Vertrauen Jesu wurde bestätigt, was wiederum das Vertrauen der Gläubigen stärken soll ([00:06:39-00:07:10]).

    4. Die Schlussfolgerung: Vertrauen statt Leistung

    • Das Ziel: Das zentrale Anliegen Gottes ist nicht die Erfüllung von Geboten oder die Ausführung von Taten, sondern dass es dem Menschen „gut geht“ ([00:07:21-00:07:36]).
    • Der Weg: Dieses Wohlbefinden wird direkt mit dem Maß an Gottvertrauen verknüpft. Die zentrale Aufgabe für den Gläubigen ist daher nicht, etwas zu tun, sondern das eigene Vertrauen zu stärken, unterstützt durch Jesus und den Heiligen Geist.

    Transkript mit Plaud

  • Teddy und die Angst

    Das habe ich Euch noch gar nicht erzählt! Letzte Woche war ich mit Harry im Schweizergarten. Das ist, wo wir immer Frauchen abholen, wenn sie mit der Linie D fährt. Klingt so schön, wie die Gegend heißt: Quartier Belvedere. Harry spricht das immer Französisch aus, aber ich kann kein Französisch.

    Also wir haben Frauchen abgeholt, aber wir waren schon eine Stunde vorher da. Weil wir noch in diesem Garten spazieren gehen wollten. Das Wetter war ja am Vormittag grau, aber als wir angekommen sind, wurde es heller. Dann sind wir gleich zu dem Teich mit den Enten und den weißen Vögeln gegangen.

    Ich habe mich riesig gefreut, dass ich da in dem Garten ganz frei laufen darf und vielleicht bin ich zu laut gelaufen. Gebellt habe ich jedenfalls nicht. Aber plötzlich sind die weißen Vögel alle weggeflogen. Die haben mich gesehen und sind davon geflogen. Die Enten sind alle geblieben. Das habe ich gar nicht verstanden, weil die Enten sind ja auch alle kleiner als ich. Warum fliegen die weißen Vögel weg und die Enten bleiben?

    Harry hat das auch gesehen, aber der war beschäftigt. Er hat nachgedacht, was er am Freitag den Kindern und Freunden von dem verstorbenen Maler am Friedhof sagen wird. Der hat nämlich an Gott geglaubt, aber er wollte nicht, dass ein Priester zu seiner Beerdigung kommt. Erst am Ende unseres Spaziergangs hat Harry dann zu mir gesagt: „Weißt Du, Teddy, vielleicht sind die weißen Vögel weggeflogen, weil sie Dich nicht kennen. Aber den Enten bist Du ganz egal. Die sehen Dich und wissen, dass Du kein Jaghund bist, sondern nur mit ihnen spielen willst. Die Enten haben einfach Vertrauen, dass Du lieb bist und nicht böse.“

    Ich glaube aber nicht, dass das stimmt. Ich glaube, die weißen Vögel waren nur neidig, weil sie keinen so warmes Fell haben wie ich und das Wasser ist ja kalt. Die Enten haben viel Fett und denen war deswegen nicht kalt. Und als sie mich gesehen haben, war ihnen klar, dass ich gar kein Interesse an ihrem Fett habe, weil ich ja selbst schon so gut beschützt bin. Von meinem Fell und von Harry. Der ist ja noch viel größer als sie.

    Aber vielleicht hatten die weißen Vögel auch einfach ein hartes Leben ohne viel Liebe und die Enten wurden immer in ihrer Familie sehr geliebt. Vielleicht haben deswegen die Enten nicht daran gezweifelt, dass ich sie nur anschauen und mit ihnen spielen will und die weißen Vögel hatten einfach nur Angst, dass ich ihnen wehtun will oder sie fressen.

    Harry hat dann im Auto zu meiner Version gemeint: „Teddy, hast Du manchmal Angst?“ Ich habe darüber noch nie nachgedacht. Weil seit ich bei Yuliya und Harry bin, waren sie immer nur lieb zu mir und deshalb glaube ich, dass sie mich lieb haben. Ich weiß gar nicht so richtig, was das ist: Angst?

  • Evolutionäre Führung

    Von Harald R. Preyer

    Die dynamische Welt von heute erfordert eine neue Art des Führens, die nicht auf starren Hierarchien, sondern auf Anpassungsfähigkeit, Sinnstiftung und kollektiver Intelligenz basiert. 

    Dieser Ansatz, den ich als Evolutionäre Führung bezeichne, ermöglicht es Organisationen, nicht nur auf Veränderungen zu reagieren, sondern aktiv in einer komplexen Welt zu gedeihen. Dabei greift er auf Erkenntnisse aus der Evolutionstheorie, Systemtheorie und Logotherapie zurück.

    Es ist bemerkenswert, dass Benedikt von Nursia, der Begründer des europäischen Mönchtums, bereits im 6. Jahrhundert viele dieser Prinzipien formulierte und in seiner Regula Benedicti niederschrieb.

    Die Essenz der Evolutionären Führung

    Evolutionäre Führung versteht sich als lebendiges Modell, das die Prinzipien natürlicher Systeme auf Organisationen überträgt. Es beruht auf drei wesentlichen Grundpfeilern:

    1. Anpassung statt Starrheit
      Wie in der Natur ist kontinuierliche Anpassung entscheidend für das Überleben. Führungskräfte schaffen eine Kultur, in der Experimente, Lernen und Innovation gefördert werden.
    2. Kollektive Intelligenz
      Entscheidungen werden durch die Vielfalt und das Wissen der gesamten Organisation getragen. Teams sind stärker, wenn ihre Perspektiven und Kompetenzen genutzt werden.
    3. Sinnorientierung
      Menschen und Organisationen blühen auf, wenn sie einem übergeordneten Zweck folgen. Evolutionäre Führungskräfte inspirieren durch eine klare Vision, die Mitarbeitende miteinander verbindet.

    Merkmale Evolutionärer Führungskräfte

    Führung in diesem Stil erfordert eine Neuausrichtung auf folgende Kompetenzen:

    • Visionäre Flexibilität
    • Natürliche Empathie
    • Starkes Empowerment
    • Bewährte Resilienz

    Evolutionäre Führungsmenschen haben die Fähigkeit, Strategien in Echtzeit anzupassen und dabei das große Ziel konsequent weiter zu verfolgen. Sie schaffen starke Verbindungen und setzen ihre emotionale Intelligenz ganz natürlich ein. 

    Das befähigt Mitarbeitende, autonom und verantwortungsvoll zu handeln. So lernt die gesamte Organisation schnell, Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen und aus ihnen zu lernen.

    Die Bedeutung von Feedback-Schleifen

    In evolutionären Systemen sichern Feedback-Schleifen Stabilität und Wachstum. Unternehmen können dies umsetzen durch:

    • Regelmäßige Reflexion und Dialog.
    • Iterative Prozesse, die Innovation fördern.
    • Offene Kommunikation, die Vertrauen schafft.

    Herausforderungen und Lösungen

    Die Umsetzung Evolutionärer Führung ist nicht ohne Hindernisse:

    • Widerstand gegen Veränderung
      Traditionelle Denkmuster und Strukturen können den Übergang erschweren.
      Lösung: Kontinuierliche Kommunikation und Einbindung aller Stakeholder.
    • Gleichgewicht zwischen Freiheit und Struktur
      Zu viel Autonomie kann Chaos schaffen; zu viel Kontrolle erstickt Kreativität.
      Lösung: Klar definierte Rahmenbedingungen mit Spielraum für Eigeninitiative.
    • Aufrechterhaltung des Engagements
      Teams langfristig motiviert und ausgerichtet zu halten, ist eine zentrale Herausforderung.
      Lösung: Regelmäßige Reflexion und Neuausrichtung an der gemeinsamen Vision.

    Fallstudien: Evolutionäre Führung in der Praxis

    1. Netflix: Vom DVD-Verleih zum Streaming-Giganten
      Netflix revolutionierte die Unterhaltungsindustrie durch kontinuierliche Transformation. Unter der Leitung von Reed Hastings entwickelte sich das Unternehmen zu einem globalen Marktführer mit über 231 Millionen Abonnenten (Stand 2023). Evolutionäre Führung ermöglichte mutige Entscheidungen, wie den Wechsel vom DVD-Geschäft zum Streaming.
    2. Robert Bosch GmbH: Nachhaltige Innovation
      Die Robert Bosch GmbH, mit 429.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 91,6 Milliarden Euro (2023), setzt auf CO₂-Neutralität und zukunftsweisende Technologien. Durch evolutionäre Führung fördert Bosch eine Innovationskultur, die weltweit Maßstäbe setzt.
    3. Frankfurter Volksbank: Anpassung im Finanzsektor
      Die größte genossenschaftliche Regionalbank Deutschlands, die Frankfurter Volksbank, betreut 800.000 Kunden und beschäftigt 2.000 Mitarbeitende. Durch evolutionäre Führungsansätze bleibt sie trotz wachsender digitaler Konkurrenz ein verlässlicher Partner in der Region.
    4. Patagonia: Sinnorientiertes Unternehmertum
      Patagonia, ein Pionier im Bereich nachhaltiger Bekleidung, kombiniert Umweltschutz und Geschäftserfolg. Unter der Leitung von Yvon Chouinard hat sich das Unternehmen als Vorbild für sinnorientierte Führung etabliert.
    5. Moderna: Agilität in der Pandemie
      Während der COVID-19-Pandemie zeigte Moderna, wie kollektive Intelligenz und agile Führung innerhalb von Monaten zur Entwicklung eines lebensrettenden Impfstoffs führen können.

    Wissenschaftlicher Kontext

    Die Prinzipien Evolutionärer Führung lassen sich mit Arbeiten führender Wissenschaftler und Philosophen verbinden:

    1. Mark van Vugt & Anjana Ahuja
      Selected: Why Some People Lead, Why Others Follow, and Why It Matters (2010) zeigt, dass Führungsqualitäten evolutionär geprägt sind. 
    2. Michael Alznauer
      Evolutionäre Führung: Der Kern erfolgreicher Führungspraxis (2006) analysiert praktische Anwendungen dieser Prinzipien
    3. Humberto Maturana & Francisco Varela
      Der Baum der Erkenntnis (1987) beleuchtet, wie Systeme Wissen generieren und sich anpassen. 
    4. Viktor Frankl
      In …trotzdem Ja zum Leben sagen (1946) und Der Wille zum Sinn (1982) zeigt Frankl, wie Sinnorientierung die menschliche Resilienz stärkt. 
    5. Hofinger, Hans
      Regula Benedicti – Eine Botschaft für Führungskräfte (2003).
      Dieses Buch analysiert die benediktinische Regel und überträgt deren Prinzipien auf moderne Führungspraktiken, wodurch es wertvolle Einsichten für Führungskräfte bietet.

    Fazit: Die Zukunft gehört Evolutionären Führungskräften

    Evolutionäre Führung ist mehr als ein Trend; sie ist eine Notwendigkeit für Organisationen, die in einer Welt voller Komplexität und Unsicherheit bestehen wollen. Indem sie Anpassungsfähigkeit, kollektive Intelligenz und Sinnorientierung fördern, schaffen Führungskräfte nicht nur nachhaltigen Erfolg, sondern auch eine bessere Welt.

    Dieser Artikel zeigt, wie sich die Prinzipien Evolutionärer Führung auf unterschiedlichste Branchen anwenden lassen – vom Technologieunternehmen bis zur Bank – und wie sie dazu beitragen, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern. Harald R. Preyer ist systemischer Coach, geistlicher Begleiter und Autor aus Wien. Seine Arbeit konzentriert sich auf Führung, Transformation und sinnorientiertes Leben.

    Erstellt am 30.12.2017
    Überarbeitet am 6.12.2024

  • Das traurige Mädchen und das Blumenbild

    Hans Thoma (1839 – 1924), Auf einer Waldwiese, 1876, Hamburger Kunsthalle. Thomas Braut Cella war das Modell der weiblichen Figur im Bild.

    Dieses Bild habe ich vor Jahren im Coaching mit einer jungen Frau benützt, die tief traurig zu mir kam und meinte: „Jetzt ist meine Mutter gestorben und ich konnte gar nicht mehr mit ihr klären, was mich an ihren Aussagen so traurig gemacht hat.“

    Ich fragte Sie: „Was denn?“ Und sie erzählte mir, dass ihre Mutter ihr manchmal ein Bild von einem Mädchen in einer blühenden Sommerwiese beim Blumenpflücken gezeigt habe und sich dann gewünscht habe, dass sie so wäre, wie dieses Mädchen auf dem Bild. Sie sei aber rothaarig, klein und etwas rundlicher…

    Ich überlegte kurz, suchte dieses Bild und meinte dann: „Vielleicht hat Ihre Mutter gemeint, sie wünscht ihnen, dass ihre Heuschnupfen-Allergie, von der sie mir erzählt haben, möglichst bald vorbei sei, damit Sie wie das Mädchen im Bild auf der blühenden Wiese auch einen schönen Blumenstrauß pflücken können…“

    Die junge Frau richtete sich auf, strahlte mich an und meinte unsicher mit einem Hauch von Hoffnung in den fröhlicher werdenden Augen: „Meinen Sie wirklich? So habe ich das noch gar nie betrachtet…?“ Ich sagte nur: „Ich weiß es nicht, aber vermutlich war es so. Wir können ihre Mutter beide nicht mehr fragen aber wir können daran glauben, dass sie es so gemeint hat.“

    ————

    Die vereinzelten Antisemitismus – Vorwürfe gegen Hans Thoma sind mir bekannt. Ich schließe mich allerdings der Meinung an, dass sein Oeuvre für die NS Propaganda missbräuchlich verwendet wurde.

  • Brief einer sterbenden jungen Frau an ihre Mutter

    Warum hast du mich nicht bekannt gemacht mit dem Klang seines Schrittes?

    Ich erinnere mich noch genau der Sommernacht, in welcher mich mein Vater in den Garten führte, um mir die Milchstraße und einige Sternbilder zu zeigen. (Er sagte:) „Alle diese Sterne hat Gott geschaffen, sie sind Werke Gottes wie die Sonne, der Mond und die Erde mit allem, was du siehst.“ 

    Auf diese Weise trat Gott erstmals in mein Kinderleben auf eine meinem Verstand zugängliche Art. Mein Vater hatte mir den allmächtigen Schöpfer-Gott gezeigt, den unendlich großen Geist, der die Kraft und die Macht hat, aus dem Nichts ein Weltall hervorzubringen. Der Einbruch dieser Erkenntnis Gottes in mein Leben machte auf mich einen gewaltigen Eindruck. Nach dieser Sommernacht ging ich tagelang wie benommen durch meine kleine Kinderwelt, die mir nun so groß erschien, und ich schaute alles an mit dem Gedanken: „Gott hat all das erdacht, Gott hat all das erschaffen.“ Welch neue Freude! All das war für mich aus den Händen Gottes entsprungen.

    Eine Frau beschreibt im Rückblick auf die Zeit, als sie vier oder fünf Jahre alt war, so ihr elementares religiöses Erlebnis: „Liebe Mutter! Seit einigen Tagen kann ich nur noch eine halbe Stunde täglich im Bett sitzen, sonst liege ich fest. Das Herz will nicht mehr. Heute früh sagte der Professor etwas – es klang so nach ‚gefasst sein‘. Worauf? Es ist sicher schwer, jung zu sterben! Gefasst muß ich darauf sein, dass ich am Wochenanfang ein Gewesener bin – und ich bin nicht gefasst. Die Schmerzen wühlen fast unerträglich; aber wirklich unerträglich dünkt es mich, dass ich nicht gefasst bin. Das Schlimmste ist, wenn ich zum Himmel aufblicke, ist er finster. Es wird Nacht, aber kein Stern glänzt über mir, auf den ich im Versinken blicken könnte. Mutter, ich war nie gottesfürchtig; aber ich fühle jetzt, dass da noch etwas ist, das wir nicht kennen, etwas Geheimnisvolles, eine Macht, der wir in die Hände fallen, der wir antworten müssen auf alle Fragen. Und das ist meine Qual, dass ich nicht weiß, wer das ist.

    Wenn ich ihn kennen würde! Mutter, weißt Du noch, wie Du mit uns Kindern durch den Wald gingst bei einbrechender Dunkelheit, dem Vater entgegen, der von der Arbeit kam? Wir liefen Dir manchmal davon und sahen uns plötzlich allein. Schritte kamen durch die Finsternis – welche Angst vor den fremden Schritten! Welche Freude, wenn wir den Schritt erkannten als den Deinen, den der Mutter, die uns liebte. Und nun höre ich wieder in Einsamkeit Schritte, die ich nicht kenne. Warum kenne ich sie nicht?

    Du hast mir gesagt, wie ich mich kleiden muß und wie ich mich im Leben verhalten muß, wie man isst, wie man so durchs Leben kommt. Du hast für mich gesorgt, Du wurdest nicht müde über allem Sorgen. Ich erinnere mich auch, dass Du am Heiligabend mit Deinen Kindern in die Christmette gingst; auch an ein Abendgebet erinnere ich mich, das Du mir einige Male vorgesagt hast. Immer hast Du uns zur Ehrlichkeit angehalten. Aber das alles zerfällt mir jetzt wie mürber Zunder.

    Warum hast Du uns von so vielem gesagt und nicht – von Jesus Christus? Warum hast Du mich nicht bekannt gemacht mit dem Klang seines Schrittes, dass ich merken könnte, ob er zu mir kommt in dieser letzten Nacht und Todeseinsamkeit? Dass ich wüsste, ob der, der da auf mich wartet, ein Vater ist! Wie anders könnte ich sterben!“

    A. Kappler, Brief eines todkranken jungen Mädchens an ihre Mutter. Nach dem Tode des jungen Mädchens von einer Krankenschwester gefunden. Mit Erlaubnis der Mutter weitergegeben. (Manuskript)

    Danke an Domkurat Stefan Jagoschütz für das auszugsweise Zitieren dieses Briefes in seiner Predigt am 27.10.2024 im Stephansdom und für das Weitersenden des Manuskripts.

  • Drei Monate ohne Scheidungsanwälte

    Nicht jede große Liebe ist nach etlichen Jahren noch eine solche. Oft bleiben Ehepartner zusammen, weil es gemeinsame noch junge Kinder gibt oder eine gemeinsame Firma oder gemeinsame Schulden und Verpflichtungen.

    Zehn, 15, 20 oder 30 Jahre später kommen die Ehepartner dann endgültig drauf, dass sie sich die letzten Jahre nur noch genervt und mehr Energie gekostet haben als sie einander schenken konnten.

    Was hilft: Das engagierte Suchen, Fragen und Wiederentdecken all dessen, was einmal schön war. Und wenn das nicht gelingt, das gemeinsame liebevolle Ringen um eine Trennung im Guten.

    Das ist leichter möglich, wenn beide Partner für drei Monate darauf verzichten, sich Anwälte zu nehmen und bei langen Spaziergängen ohne Alkohol, ohne Ablenkung, in Ruhe, achtsam und liebevoll nach Lösungen suchen.

    Tragfähige Lösungen in belasteten Beziehungen setzen voraus, dass alle Beteiligten Klarheit darüber haben, was sie und er unabhängig von einander wirklich wirklich wirklich wollen. Sonst werden nur faule Kompromisse geschlossen.

    Ich habe solche Prozesse in den letzten 20 Jahren oft begleitet. Resultat: Rund 3/4 aller Paare sind heute noch gute Freunde obwohl manche längst mit anderen Partnern verheiratet sind.

    Mir selbst ist es im Jahr 2012 nach 20 Ehejahren nicht gelungen, verheiratet zu bleiben. Damals sagte meine Exfrau – für mich völlig unerwartet – eines Abends zu mir: „Harald, wir müssen miteinander reden. Es gibt einen anderen Mann in meinem Leben.“ Wir haben dann gemeinsam mit unseren Kindern einige Monate lang nach guten Lösungen gerungen und sie auch gefunden. 

    Warum poste ich das heute? Weil mich am Montag wieder einmal ein spürbar ratloser und angetrunkener Coaching-Kunde am späteren Abend angerufen und gefragt hat, ob ich einen guten Scheidungsanwalt kenne. Er war dann gestern nüchtern und liebevoll – so wie ich ihn kenne – mit seiner Ehefrau bei mir. Nach einem längeren guten Gespräch haben wir gemeinsam die Sorgen des Paares im Gebet Gott anvertraut. Ich glaube, dass auch diesmal die Liebe siegen wird.

  • Siddharta

    Hermann Hesse

    Eine indische Dichtung, Suhrkamp, 1922

    Siddhartha, die weltberühmte Legende von der Selbstbefreiung eines jungen Menschen aus familiärer und gesellschaftlicher Fremdbestimmung zu einem selbständigen Leben, zeigt, daß Erkenntnis nicht durch Lehren zu vermitteln ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

    Für unsere Männerrunde habe ich das Buch in Bildern dargestellt. Dem Inhaltsverzeichnis folgen mögliche Reflexionsfragen zur eigenen Berufung. Ein kurzes Glossar und die Vita von Hermann Hesse mit Bezug zum Buch ergänzen das Skriptum.

    Für Menschen auf der Suche nach ihrer Berufung stelle ich das Skriptum gerne kostenfrei zur Verfügung. Bitte um ein kurzes formfreies Mail an harald@preyer.wien.

  • Die Steinigung des Heiligen Stephanus

    26.12.2024 Heute hat es im Stephansdom „nur so an Diakonen gewimmelt!“ Mehr als 60 habe ich gezählt. Klar. Stephanus war ja einer der sieben ersten Diakone der Urkirche und ihr erster Märtyrer. Und vermutlich war es die letzte Stephanimesse unseres geliebten P. Christoph als Erzbischof von Wien im Dom. Mit ihm sind die Diakone ja in besonderer Weise verbunden.
    Der Kardinal meinte dann auch zur Begrüßung sinngemäß: „Ich freue mich sehr, dass so viele Diakone heute gekommen sind. Diese Männer leisten ihren Liebesdienst in der Freizeit und ehrenamtlich. Sie sind die Wurzeln unserer heutigen Caritas.“
    Ich bin dankbar und froh, mit einigen dieser Herren gut befreundet zu sein.
    Dieses Foto habe ich mit meinem iPhone von der Orgelempore aus aufgenommen. Unter Profis könnte man sagen: „Verwackelt!“ Ich finde es aber „ganz charmant verwackelt“. Das Bild ist jedenfalls wie immer genau so wie ich es aufgenommen habe.
    Wir haben dann auf den Beginn der 12:00 Messe gewartet. Die hat sich heute um 15 Minuten verschoben. Wir haben aber dem Anlass entsprechend sehr gerne gewartet und das Te Deum aus ganzem Herzen in der Sakristei mitgesungen.
    Für die von mir sehr geschätzte Sakristanin der Deutschordenskirche Bene Xavier war es bereits ihre dritte Messe heute und sie hat auch noch gleich ihre Freundin Ursula mitgebracht. So waren wir schließlich um 12:15 drei Helfer für den Priester.
    Militärerzdekan Dr. Harald Tripp hat eine brillante kurzweilige Predigt zum Hochaltarbild gehalten. Vor allem für den Aspekt, dass Stephanus den Himmel offen gesehen und damit in die Weite gesehen hat – weit über sein Leben hinaus und tief hinein in Gottes Liebe und Ewigkeit, bin ich dankbar.

    Hochaltar-Bild im Wiener Stephansdom

    Textauszug aus: Der Stephansdom, Reinhard H. Gruber, Pichler Verlag, 2005, ISBN 3-85431-368-3

    „Der bis heute erhaltene barocke Hochaltar der Domkirche wurde im Auftrag von Fürstbischof Philipp Friedrich Graf Breuner von den Brüdern Johann Jakob und Tobias Pock aus Konstanz errichtet und am 19. Mai 1647 feierlich konsekriert. Er zählt zum so genannten „porta coeli-Typus“ , das heißt er gleicht in seinem Aufbau einem Hausportal. Das Altarbild gibt gleichsam den Blick in den Himmel frei. Ikonographisch und thematisch sehr schön damit verbunden ist das Altarbild von Tobias Pock: Es zeigt den sterbenden Dompatron Stephanus mit bleichem Antlitz vor den Mauern Jerusalems und darüber Christus, den Auferstandenen, zur Rechten des Vaters. Der geöffnete Himmel, wie ihn Stephanus bei seinem Tod sah. Die Darstellung des geöffneten Himmels schräg hinter ihm ist aber eigentlich unlogisch – so kann Stephanus ihn gar nicht gesehen haben. Aber vielleicht ist das auch nicht so wichtig.

    Es ging dem Künstler wohl darum, dem gläubigen Betrachter einen Hinweis zu geben und ihn zur Meditation zu bewegen. Er sollte erkennen, was ihn erwartet, wenn er am Ende seines irdischen Weges angekommen ist und hoffen darf, dass auch für ihn der Himmel geöffnet ist. Ein interessantes Detail am Rande: Die Dalmatik, das liturgische Kleid der Diakone, die der hl. Stephanus am Hochaltarbild trägt, gleicht der des „Kleinen Breuner-Ornats“, des ältesten erhaltenen Ornats der Domkirche (1647).

    Fürstbischof Breuner stiftete ihn anlässlich der Einweihung des Hochaltares; seither findet er immer am 26. Dezember bei der Abendmesse seine Verwendung. Der zum gleichen Anlass gestiftete „Große Breuner-Ornat“, es handelt sich dabei um einen wertvollen Ornat aus roter Atlasseide mit aufgesticktem Golddekor, wird alljährlich am Stephanitag zum Pontifikalamt getragen.

    Die Darstellung des jungen Mannes mit Hund, der gleichsam aus dem linken vorderen Teil des Altarbildes herausblickt, dürfte ein Selbstporträt des Künstlers Tobias Pock sein.

    Der Hauptaltar von St. Stephan gilt als erster und bedeutendster frühbarocker Altar Wiens. Mehrere Stufen führen zum mächtigen Altartisch, auf dem seit der letzten Umgestaltung im Jahre 1989 (Entfernung des Tabernakels) sieben goldene barocke Leuchter als Anspielung auf die ersten sieben urkirchlichen Diakone stehen. Der Sockel, die frei stehenden Säulen, das Gebälk und der verkröpfte Giebel bestehen aus schwarzem polnischem Marmor, von dem sich die beiden Wappen am Sockel und die Pilasterrücklagen aus grauem steirischem Marmor gut abheben. Die restlichen dekorativen und figuralen Elemente sind aus weißem Tiroler Marmor angefertigt.

    Das riesige Altarbild wurde auf Zinnplatten gemalt (von Johann Georg Diepolt aus Konstanz gegossen), da man Sorge hatte, dass Leinwand die Größe des Bildes nicht tragen könnte. Es wird links flankiert vom hl. Sebastian und dem Patron Osterreichs, Markgraf Leopold III., und rechts ebenfalls von einem österreichischen Heiligen, dem römischen Märtyrer Florian, und dem heiligen Rochus. Sebastian und Rochus werden als Pestpatrone verehrt, eingedenk der Pestepidemien haben sie ihren Platz am Hochaltar gefunden.“ Ende des Textauszugs aus dem Buch von Reinhard H. Gruber.

    Foto: C.Stadler/Bwag

    Meditation zum Hochaltarbild im Wiener Stephansdom

    Thema: Steinigung des heiligen Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers und Namenspatron des Doms. Stephanus, als Diakon in Jerusalem tätig, wurde wegen seiner Predigten über Jesus und seine Anklage gegen jene, die Jesus gekreuzigt hatten, gesteinigt.

     

    Bildbeschreibung: Das Bild stellt die dramatische Szene der Steinigung dar. Im Zentrum des Geschehens ist der heilige Stephanus dargestellt, der nach oben schaut, wobei sein Gesicht von göttlichem Licht erleuchtet wird. Er ist in wehenden Gewändern dargestellt, die Bewegung und Dringlichkeit der Szene betonen. Um ihn herum sind seine Verfolger zu sehen, die Steine in den Händen halten und auf ihn werfen. Im Hintergrund sind architektonische Elemente und eine städtische Landschaft zu erkennen, die das Geschehen in Jerusalem verorten. Der Himmel darüber ist turbulent und dramatisch, was die Bedeutung des Augenblicks unterstreicht.

    Auf dem Pferd sitzend der Apostel Paulus lange vor seinem Bekehrungserlebnis noch als Saulus dargstellt:

    Das entspricht Apostelgeschichte 7,58:

    „…die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes namens Saulus.“

    Vorbereitung: Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört sein kannst. Atme einige Male tief ein und aus, spüre deinen Körper und lass alle äußeren Ablenkungen hinter dir. Höre eventuell dazu die Pummerin schlagen.

    Einführung: Stelle dir vor, du betrittst den beeindruckenden Innenraum des Wiener Stephansdoms. Die Stille, die historische Bedeutung und die majestätische Architektur umhüllen dich wie ein warmes Tuch. Deine Augen werden zum Hochaltar hingezogen, wo das monumentale Gemälde hängt.

    Betrachtung: Das Bild zeigt die Steinigung des heiligen Stephanus. Er steht im Zentrum des Gemäldes, umgeben von einer Gruppe von Männern, die Steine auf ihn werfen. Der heilige Stephanus hebt sein Gesicht dem Himmel zu, und ein Strahl göttlichen Lichts erleuchtet sein Antlitz. Trotz der Gewalt, die ihm widerfährt, wirkt er ruhig, ja fast erhaben.

    Nimm dir einen Moment, um dieses Bild in all seinen Details zu betrachten.

    Spüre die Emotionen, die die Szene in dir hervorruft. Vielleicht Empathie für Stephanus, Bewunderung für seinen Glauben und seine Hingabe, oder Erstaunen über die Tiefe des Bildes und seine Bedeutung.

    Vertiefung: Stelle dir vor, du könntest in die Szene eintreten. Du stehst neben Stephanus und spürst die Hitze und Intensität des Augenblicks. Du hörst das laute Gemurmel der Menge, das Rauschen der Gewänder und das Aufprallen der Steine. Doch trotz des Chaos um dich herum, spürst du auch eine tiefe Stille, einen inneren Frieden, der von Stephanus ausgeht.

    Frage dich: Was möchte mir diese Meditation heute sagen? Vielleicht geht es um Standhaftigkeit in schwierigen Zeiten, um den Mut, an das zu glauben, was richtig ist, oder um die Fähigkeit, inneren Frieden auch inmitten von Turbulenzen zu finden.

    Abschluss: Atme tief ein und spüre die Verbindung zu diesem Bild, dieser Geschichte und ihrer Bedeutung. Wenn du bereit bist, kehre langsam in den Raum zurück, in dem du dich befindest. Öffne die Augen und danke für die Einsichten und Gefühle, die diese Meditation dir gebracht hat.

    Halte die Erkenntnisse und Gefühle, die du während dieser Meditation gewonnen hast, in deinem Herzen fest und nimm sie mit in deinen Alltag.

    Apostelgeschichte Kapitel 7

    Die Wahl der Sieben

    1 In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. 2 Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. 3 Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. 4 Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. 

    5 Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. 6 Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf. 

    7 Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

    Die Verhaftung des Stephanus

    8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. 9 Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrenäer und Alexandriner und Leute aus Kilikien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten; 10 aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen. 11 Da stifteten sie Männer zu der Aussage an: Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte. 12 Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein, packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat. 

    13 Und sie brachten falsche Zeugen bei, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden. 14 Wir haben ihn nämlich sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat. 15 Und als alle, die im Hohen Rat saßen, gespannt auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels. 

    Die Rede des Stephanus

    1 Der Hohepriester aber fragte: Ist das wahr?

    2 Stephanus antwortete: Brüder und Väter, hört mich an! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er in Mesopotamien lebte, ehe er sich in Haran niederließ, 3 und sagte zu ihm: Zieh weg aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und geh in das Land, das ich dir zeigen werde! [1] 4 Da zog er aus dem Land der Chaldäer fort und ließ sich in Haran nieder. Von dort ließ Gott ihn nach dem Tod seines Vaters in dieses Land übersiedeln, in dem ihr jetzt wohnt. 5 Er hat ihm darin kein Erbteil gegeben, auch nicht einen Fußbreit, doch hat er verheißen, das Land ihm und seinen Nachkommen zum Besitz zu geben, obwohl er kinderlos war. [2] 6 So sprach Gott: Seine Nachkommen werden als Fremde in einem Land wohnen, das ihnen nicht gehört; und man wird sie zu Sklaven machen und sie vierhundert Jahre lang hart behandeln. [3] 7 Aber auch über das Volk, dem sie als Sklaven dienen, werde ich Gericht halten, sprach Gott, und danach werden sie ausziehen und mich an diesem Ort verehren. [4]

    8 Und er gab ihm den Bund der Beschneidung. So zeugte Abraham den Isaak und beschnitt ihn am achten Tag, ebenso Isaak den Jakob und Jakob die zwölf Patriarchen. 9 Die Patriarchen aber waren eifersüchtig auf Josef und verkauften ihn nach Ägypten; doch Gott war mit ihm. [5] 10 Er rettete ihn aus allen seinen Nöten, schenkte ihm Weisheit und die Gunst des Pharao, des Königs von Ägypten, und er bestellte ihn zum Herrscher über Ägypten und über sein ganzes Haus. [6]

    11 Es kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kanaan und das Elend war groß. Auch unsere Väter hatten keine Nahrung mehr. 12 Als Jakob hörte, dass es in Ägypten Getreide gab, schickte er unsere Väter ein erstes Mal dorthin. 13 Beim zweiten Mal gab Josef sich seinen Brüdern zu erkennen und dem Pharao wurde Josefs Herkunft bekannt. [7] 14 Josef aber ließ seinen Vater Jakob und seine ganze Familie holen: fünfundsiebzig Menschen. 15 So zog Jakob nach Ägypten hinab; und er starb und auch unsere Väter starben. 16 Man brachte sie nach Sichem und bestattete sie in dem Grab, das Abraham von den Söhnen Hamors in Sichem für Silbergeld gekauft hatte. [8]

    17 Als aber die Zeit der Verheißung herankam, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, vermehrte sich das Volk und breitete sich in Ägypten aus, 18 bis ein anderer über Ägypten König wurde, der von Josef nichts wusste. 19 Er ging gegen unser Volk heimtückisch vor und zwang unsere Väter, ihre Kinder auszusetzen; sie sollten nicht am Leben bleiben. 20 In dieser Zeit wurde Mose geboren und Gott hatte Gefallen an ihm. Drei Monate lang wurde er im Haus seines Vaters aufgezogen; 21 als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter des Pharao auf und erzog ihn als ihren Sohn. [9] 22 Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter ausgebildet und er war mächtig in Wort und Tat. 23 Als er vierzig Jahre alt war, reifte in ihm der Gedanke, nach seinen Brüdern, den Söhnen Israels, zu sehen. 24 Und als er sah, wie einem von ihnen Unrecht geschah, kam er dem Unterdrückten zu Hilfe und rächte ihn, indem er den Ägypter erschlug. [10] 25 Er dachte, seine Brüder würden begreifen, dass Gott ihnen durch seine Hand Rettung bringen wolle; doch sie begriffen es nicht. 26 Am folgenden Tag kam er dazu, wie sie sich stritten; er versuchte, sie auszusöhnen und Frieden zu stiften, und sagte: Männer, ihr seid doch Brüder. Warum tut ihr einander Unrecht? 27 Der Mann aber, der seinem Nächsten Unrecht getan hatte, stieß ihn weg und sagte: Wer hat dich zum Anführer und Schiedsrichter über uns bestellt? 28 Willst du mich etwa umbringen, wie du gestern den Ägypter umgebracht hast? 29 Daraufhin floh Mose und hielt sich als Fremder in Midian auf; dort wurden ihm zwei Söhne geboren.

    30 Als vierzig Jahre vergangen waren, erschien ihm in der Wüste beim Berg Sinai ein Engel im Feuer eines brennenden Dornbusches. [11] 31 Als Mose die Erscheinung sah, wunderte er sich darüber. Er ging näher hin, um sie genauer zu betrachten. Da ertönte die Stimme des Herrn: 32 Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Mose begann zu zittern und wagte nicht hinzusehen. 33 Da sagte der Herr zu ihm: Zieh deine Schuhe aus! Denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. 34 Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und seine Klage gehört. Ich bin herabgestiegen, um sie zu retten. Und jetzt geh, ich sende dich nach Ägypten. [12] 35 Diesen Mose, den sie verleugnet hatten mit den Worten: ‚Wer hat dich zum Anführer und Schiedsrichter bestellt?‘, ihn hat Gott als Anführer und Befreier gesandt durch die Hand des Engels, der ihm im Dornbusch erschien. 36 Dieser Mose hat sie herausgeführt, indem er Zeichen und Wunder tat in Ägypten und im Roten Meer und in der Wüste, vierzig Jahre lang.

    37 Dies ist der Mose, der zu den Söhnen Israels gesagt hat: Einen Propheten wie mich wird Gott euch aus euren Brüdern erwecken. [13] 38 Dieser stand bei der Versammlung des Volkes in der Wüste zwischen dem Engel, der mit ihm auf dem Berg Sinai redete, und unseren Vätern. Er hat Worte des Lebens empfangen, um sie uns zu geben. 39 Aber unsere Väter wollten sich ihm nicht unterordnen; sie wiesen ihn ab und wandten ihr Herz nach Ägypten zurück. 40 Sie sagten zu Aaron: Mach uns Götter, die vor uns herziehen! Denn dieser Mose, der uns aus Ägypten herausgeführt hat – wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist. 41 Und sie fertigten in jenen Tagen das Standbild eines Kalbes an, brachten dem Götzen ein Opfer dar und freuten sich über das Werk ihrer Hände. 42 Da wandte sich Gott ab und überließ sie dem Sternenkult, wie es im Buch der Propheten heißt: Habt ihr mir etwa Schlachttiere und Opfer dargebracht während der vierzig Jahre in der Wüste, ihr vom Haus Israel? [14] 43 Das Zelt des Molochs und den Stern des Gottes Raifan habt ihr herumgetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Darum will ich euch in die Gebiete jenseits von Babylon verbannen. [15]

    44 Unsere Väter hatten in der Wüste das Bundeszelt. So hat Gott es angeordnet; er hat dem Mose befohlen, es nach dem Vorbild zu errichten, das er geschaut hatte. 45 Und unsere Väter haben es übernommen und mitgebracht, als sie unter Josua das Land der Heidenvölker besetzten, die Gott vor den Augen unserer Väter vertrieb, bis zu den Tagen Davids. 46 Dieser fand Gnade vor Gott und bat für das Haus Jakob um ein Zeltheiligtum. 47 Salomo aber baute ihm ein Haus. [16] 48 Doch der Höchste wohnt nicht in dem, was von Menschenhand gemacht ist, wie der Prophet sagt: 49 Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus könnt ihr mir bauen?, spricht der Herr. Oder welcher Ort kann mir als Ruhestätte dienen? 50 Hat nicht meine Hand dies alles gemacht?

    51 Ihr Halsstarrigen, unbeschnitten an Herzen und Ohren! Immerzu widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist, eure Väter schon und nun auch ihr. 52 Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, 53 ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt.

    Die Steinigung des Stephanus

    54 Als sie das hörten, waren sie in ihren Herzen aufs Äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen gegen ihn. 55 Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen 56 und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. 57 Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten einmütig auf ihn los, 58 trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.

    Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. 59 So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!

    60 Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.

    Fußnoten

    Auf diese Stellen bezieht sich Stephanus in seiner Rede vermutlich.

    1. 1.(Gen 12,1): „Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.“

      2.(Gen 17,8): „Ich gebe dir und deinen Nachkommen das ganze Land Kanaan, in dem du als Fremder weilst, als ewigen Besitz, und ich will ihr Gott sein.“

      3.(Gen 15,13-14): „Da sprach der Herr zu Abram: Deine Nachkommen werden als Fremde in einem Land leben, das ihnen nicht gehört; man wird sie knechten und vierhundert Jahre lang unterdrücken. Aber auch über das Volk, dem sie dienen, werde ich Gericht halten.“

      4.(Ex 3,12): „Gott sprach: Ich werde mit dir sein. Und dies soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott an diesem Berg dienen.“

      5.(Gen 37,28): „Als die Händler vorüberzogen, holten sie Josef aus der Zisterne herauf und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Diese brachten Josef nach Ägypten.“

      6.(Gen 41,39-41): „Da sprach der Pharao zu Josef: Weil Gott dir dies alles kundgetan hat, ist niemand so einsichtig und weise wie du. Du sollst über mein Haus gesetzt sein, und auf dein Wort soll mein ganzes Volk hören.“

      7.(Gen 45,4-7): „Ich bin euer Bruder Josef, den ihr nach Ägypten verkauft habt. Doch jetzt grämt euch nicht und macht euch keine Vorwürfe, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch am Leben zu erhalten.“

      8.(Gen 23,16-20): „Abraham wog Efron das Silber ab, wie er gesagt hatte […] So ging das Grundstück Efrons, das bei Machpela lag, […] an Abraham über als Grabstätte.“

      9.(Ex 2,5-10): „Die Tochter des Pharao kam an den Nil herab, um zu baden. […] Das Kind weinte. Sie hatte Mitleid mit ihm und sprach: Das ist eines der Kinder der Hebräer.“

      10.(Ex 2,11-12): „In jenen Tagen ging Mose hinaus zu seinen Brüdern und sah, wie sie Zwangsarbeit verrichten mussten. […] Er erschlug den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.“

      11.(Ex 3,2-4): „Da erschien ihm der Engel des Herrn in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. […] Mose sagte: Ich will hingehen und mir diese große Erscheinung ansehen.“

      12.(Ex 3,7-8): „Da sprach der Herr: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre Klage über die Antreiber gehört. Ich kenne ihr Leid und bin herabgestiegen, um sie aus der Gewalt Ägyptens zu retten.“

      13.(Dtn 18,15): „Einen Propheten wie mich wird der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen; auf ihn sollt ihr hören.“

      14.(Am 5,25-27): „Habt ihr mir etwa Schlachtopfer und Speiseopfer dargebracht in der Wüste, vierzig Jahre lang, Haus Israel? Ihr habt den Stern eures Gottes Rephan und die Bilder eurer Götzen getragen.“

      15.(Jos 3,14-17): „Als das Volk aus seinen Zelten aufbrach, um den Jordan zu durchqueren, […] stand das Wasser still und erhob sich wie ein Damm sehr weit oben.“

      16.(2 Sam 7,13): „Er wird ein Haus bauen für meinen Namen und ich werde den Thron seines Königtums auf ewig befestigen.“

    Credits 

    Textauszug am Anfang des Beitrags aus „Der Stephansdom“, Reinhard H. Gruber, Pichler Verlag, 2005, ISBN 3-85431-368-3, 1. Auflage, Seiten 110 – 111

    Eine erste Version dieses Artikel habe ich im Dezember 2022 veröffentlicht und ihn dann immer wieder überarbeitet. Fachinspektor MMag. Dr. Andreas Ruthofer, mein Vortragender über das Alte Testament im Rahmen der Theologischen Kurse,  hat mich im Herbst 2024 zur Idee inspiriert, die Verweise aus der Rede des Hl. Stephanus zu finden.