Das traurige Mädchen und das Blumenbild

Hans Thoma (1839 – 1924), Auf einer Waldwiese, 1876, Hamburger Kunsthalle. Thomas Braut Cella war das Modell der weiblichen Figur im Bild.

Dieses Bild habe ich vor Jahren im Coaching mit einer jungen Frau benützt, die tief traurig zu mir kam und meinte: „Jetzt ist meine Mutter gestorben und ich konnte gar nicht mehr mit ihr klären, was mich an ihren Aussagen so traurig gemacht hat.“

Ich fragte Sie: „Was denn?“ Und sie erzählte mir, dass ihre Mutter ihr manchmal ein Bild von einem Mädchen in einer blühenden Sommerwiese beim Blumenpflücken gezeigt habe und sich dann gewünscht habe, dass sie so wäre, wie dieses Mädchen auf dem Bild. Sie sei aber rothaarig, klein und etwas rundlicher…

Ich überlegte kurz, suchte dieses Bild und meinte dann: „Vielleicht hat Ihre Mutter gemeint, sie wünscht ihnen, dass ihre Heuschnupfen-Allergie, von der sie mir erzählt haben, möglichst bald vorbei sei, damit Sie wie das Mädchen im Bild auf der blühenden Wiese auch einen schönen Blumenstrauß pflücken können…“

Die junge Frau richtete sich auf, strahlte mich an und meinte unsicher mit einem Hauch von Hoffnung in den fröhlicher werdenden Augen: „Meinen Sie wirklich? So habe ich das noch gar nie betrachtet…?“ Ich sagte nur: „Ich weiß es nicht, aber vermutlich war es so. Wir können ihre Mutter beide nicht mehr fragen aber wir können daran glauben, dass sie es so gemeint hat.“

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Die vereinzelten Antisemitismus – Vorwürfe gegen Hans Thoma sind mir bekannt. Ich schließe mich allerdings der Meinung an, dass sein Oeuvre für die NS Propaganda missbräuchlich verwendet wurde.

Plane nicht – lebe!

Das Leben besteht aus Mosaiksteinen, sagt die Unterhachingerin Nina Martin, die aufgrund ihrer Herzkrankheit schon oft mit dem Tod konfroniert gewesen ist. Ihr Schicksal hat sie auch in ihrem Ratgeber „Plane nicht – lebe“ verarbeitet. © Martin Becker, Münchner Merkur 27.5.2021

Einführung

Nina Martin schildert eine persönliche Wendepunkt-Erfahrung: Nach einer lebensgefährlichen Diagnose beschließt sie, ihr Leben neu zu gestalten und entwickelt die „Mosaikmethode“. Anstatt das Leben durch starre Pläne zu kontrollieren, ermutigt sie, flexibel zu bleiben und jede Erfahrung als wertvollen „Stein“ in einem größeren Mosaik zu betrachten.

Kapitel 1: Wir leben in einer VUKA-Welt

Martin erklärt das Konzept der VUKA-Welt (volatil, ungewiss, komplex, ambivalent) und die Notwendigkeit, flexibel zu bleiben. Die traditionelle Drei-Phasen-Struktur des Lebens (Ausbildung, Arbeit, Rente) reicht in dieser komplexen Welt nicht mehr aus.

Kapitel 2: Das eigene Leben als Kunstwerk betrachten

Das Leben wird als Mosaik verstanden, das durch verschiedene Erfahrungen geformt wird. Wichtige Prinzipien:

  1. Sammeln von Mikroerfahrungen: Neue Tätigkeiten ausprobieren, bevor große Entscheidungen getroffen werden.
  2. Reflexion und Anpassung: Das Mosaik flexibel gestalten und regelmäßig reflektieren, ob es den eigenen Werten entspricht.

Kapitel 3: Status quo und Wunsch-Mosaik

Das eigene Lebensmosaik in zwei Teile aufteilen: aktuelles Mosaik und Wunschmosaik. Diese Methode hilft, wichtige Lebensbereiche (z. B. Gesundheit, Gemeinschaft) zu visualisieren und Schritt für Schritt zu verändern.

Kapitel 4: Arbeits-Mosaik gestalten

Das Arbeitsleben kann ebenfalls in Mosaiksteine wie E-Mails, Meetings und Pausen aufgeteilt werden. Martin empfiehlt Mikroerfahrungen und kleine Veränderungen für eine bessere Work-Life-Balance.

Kapitel 5: Gemeinsame Beziehungsvision entwickeln

In Beziehungen kann die Mosaikmethode genutzt werden, um eine gemeinsame Vision zu entwickeln. Unterschiedliche Mosaike der Partner können gemeinsam betrachtet und abgestimmt werden.

Fazit

Die Mosaikmethode bietet eine flexible Alternative zu starren Lebensplänen. Jeder „Stein“ repräsentiert eine Erfahrung, die jederzeit neu angeordnet werden kann. Der Ansatz fördert eine anpassungsfähige Lebensgestaltung, die auf persönlichen Werten basiert und Raum für Entwicklung lässt.

Zusammengefasst aus Blinkist und ChatGPT, HRP, 30.10.24