Wirkungsvolle Interventionen im Teambuilding

Mit wenigen richtigen Interventionen kann Teambuilding sehr rasch zum Erfolg führen. Eine kurze aktuelle Erfolgsgeschichte.

Im Februar kontaktierte mich der Geschäftsführer eines renommierten Wiener Traditionsunternehmens mit zwölf Mitarbeitern:
„Bei uns ist irgendwie Sand im Getriebe. Die Mitarbeiter sind überfordert und demotiviert. Mir macht meine Aufgabe auch keinen Spaß mehr. Was können wir tun?“

Wir trafen uns eine Woche später in seinem gediegenen Büro im 1. Bezirk und vereinbarten zwei halbe Team-Tage jeweils an einem Freitagvormittag von 09:00 bis 13:00 Uhr mit allen Mitarbeitern. Die Mitarbeiter wurden von ihm persönlich eingeladen. Die Kunden erhielten ein kurzes Mail mit dem Hinweis auf die Nicht-Erreichbarkeit an diesen beiden Vormittagen, weil wir daran arbeiten, in Zukunft ein noch besseres Team mit noch mehr Kundenverständnis zu werden.

Der erste Team-Tag fand in einem einfachen Seminarhotel im Westen von Wien statt. Nach einer kurzen Erklärung, wozu  dieser Tag aus Sicht des Chefs dienen soll, tauschten sich die Teilnehmer im Kreis zur Frage aus: „Worauf bin ich derzeit in unserem Betrieb am meisten stolz?“

In der Einleitung zu diesem Circle erläuterte ich kurz die „Theorie U“ von C. Otto Scharmer und lud alle ein, mit ganzem Herzen zuzuhören, was die Kollegen zu sagen haben. „Denken Sie beim Zuhören einfach daran, was Sie zum Statement des Sprechenden wohlwollend beitragen können und wollen…“

Nach einer Viertelstunde schaltete ich den Beamer ein und bat die Teilnehmer, Ihre Smartphones zur Hand zu nehmen oder Ihre Tablets oder Ihre Notebooks einzuschalten und die Seite www.menti.com aufzurufen.
Ich hatte dort eine kurze Abfrage vorbereitet und die Teilnehmer konnten real time jetzt darauf antworten. Anschließend bat ich sie auf  einer 10er-Skala zwei Fragen zu beantworten.

Ich fragte, wie die Menschen das Team derzeit in drei Aspekten erleben:

  1. Ergebnisse unserer Arbeit
  2. Führung durch meinen Chef
  3. Stimmung im Team

Hier sehen Sie die Ergebnisse dieser Abfrage am Tag 1 und einen Monat später am Tag 2.

 

Wir erarbeiteten in drei Vierergruppen konkrete und leicht machbare Maßnahmen, um die Stimmung im Team zu verbessern.

 

Es sollten Maßnahmen sein, die neben dem Tagesgeschäft gut leistbar sind und es sollten eben maximal drei Maßnahmen sein. Nicht mehr. Nach jeweils rund 20 Minuten wechselten drei der vier Teilnehmer den Tisch und bereicherten mit ihren Gedanken die jeweils anderen Gruppen. Es wurde in sehr wertschätzender Art und Weise mit viel guter Energie gearbeitet und alle drei Gruppen erzielten wertvolle Ergebnisse. Schließlich vereinbarten wir im Plenum zwei Maßnahmen für die Mitarbeiter und eine für den Chef.

Um 13:00 gingen wir miteinander in das helle Restaurant des Seminarhotels, plauderten in sehr freundschaftlicher Atmosphäre über unsere Erfolge und Ideen und genossen das leichte und gute Essen und die Stimmung. Gegen 14:00 Uhr verabschiedete ich mich herzlich von jedem einzelnen Teilnehmer und wünschte gutes Gelingen bei der Umsetzung.

Eine Woche später rief mich der Geschäftsführer an: „Ich habe nun mit jedem einzelnen Mitarbeiter gesprochen und verstehe jetzt deutlich besser, welche Prozesse vor allem im Umgang mit schwierigen Kunden meine Mitarbeiter belasten. Wir haben auch schon einiges verbessert aber beim Thema CRM-System kommen wir auf keinen grünen Zweig…“ Ich habe angeregt, das beim 2. Team-Tag zu lösen. Er meinte: „Glauben Sie denn, dass wir das in der großen Runde wirklich lösen werden?“ Ich sagte: „Ja, ganz sicher. Sie haben ausgezeichnete Mitarbeiter und wir brauchen nur den rechten Rahmen, die richtigen Fragen und Methoden und werden zu guten Lösungen kommen.“

Seit zwei Wochen läuft nun das neue CRM-System und wird von allen Mitarbeitern sehr gut angenommen. Wir haben uns darauf geeinigt, wesentlich weniger Informationen pro Kunde zu erfassen als vom Berater empfohlen, das dafür aber tagesaktuell und konsequent.

Beim nächsten Team-Tag im Mai werden wir das Thema „Wie kommen wir zu mehr Empfehlungen durch unsere zufriedenen Stammkunden?“ bearbeiten.

Wir freuen uns alle schon auf diesen 3. Team-Tag.

Was macht Unternehmenskultur? Nachlese zu den 14. Göttweiger Dialogen

Göttweig, am 23. März 2017. 20 Teilnehmer vorwiegend aus Wien und Salzburg kamen wieder am Heiligen Berg zusammen. Das Thema diesmal: „Was macht Unternehmenskultur?“ In gewohnt höchst wertschätzender Haltung tauschten wir uns im herrlichen Cäciliensaal mit den berühmten Bildern des Kremser Schmidt sehr anregend aus.

In seinem Impuls zur Bibelstelle Mk 3, 13-19 arbeitete P. Johannes Paul sehr überzeugend heraus, wie unterschiedlich die ersten Jünger Jesu waren. In der Video-Zusammenfassung hier werden diese Gedanken nochmals ganz klar.

Aus dieser Diversität entstand in 2000+ Jahren die heutige katholische Kirche. Sie ist mit ihren mehr  1,2 Milliarden Anhängern, 413.000 hauptamtlichen und über 20 Millionen ehrenamtlichen Mitarbeitern mit weitem Abstand die älteste und größte Firma der Welt.

In einem hoch achtsamen dichten Circle spürten wir der Frage nach:

Nach dem Mittagessen führte uns der Doyen der Österreichischen Kunstgeschichte Pater Gregor durch die von ihm kuratierten Ausstellungen „Maria Theresia“ und „Luther Bibeln“, die noch bis zum 1. November 2017 besichtigt werden können. Stift Göttweig besitzt durch die Klugheit von Abt Gottfried Bessel (1672 – 1749) eine der größten Sammlungen original erhaltener Luther Bibeln aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Am Nachmittag beeindruckte uns Jörg Zeddies mit seinem sehr klaren Impuls zum Thema. Anschließend arbeiteten wir in vier engagierten Kleingruppen an zwei  Fragen und kamen zu wertvollen Ergebnissen.

   

Es war ein dichter, inspirierender und genialer Tag. Aus Teilnehmern wurden wieder einmal Freunde und wir freuen uns alle auf die

15. Göttweiger Dialoge
Donnerstag, dem 19. Oktober 2017, 09:00 bis 17:00 Uhr.
Thema: „Führen nach Vorschrift oder mit Selbstverantwortung?“
Bibelstelle: Joh, 9
Nachmittagsimpuls: Peter Schäfer

Hier sind alle Termine der nächsten Göttweiger Dialoge für Führungskräfte bis 2019 übersichtlich zusammengefasst.

 

 

 

 

 

Wertschöpfung durch Wertschätzung funktioniert

Wertebaum

Bodo Janssen macht es mit seinen 650 MitarbeiterInnen vor. Ich habe Bodo im Herbst 2015 in Wien persönlich kennen- und schätzen gelernt.

Eine Mitarbeiterbefragung, die katastrophal ausfiel, war der Anlass für ihn, über sich selbst, seine Visionen und seinen Führungsstil nachzudenken. Im Kloster lernte er, wie Wertschätzung gelebt werden kann.

Seit 1976 ist Upstalsboom auch ein friesisches Unternehmen, welches aktuell mit 650 Upstalsboomern ca. 350.000 Gäste pro Jahr in seinen 65 Hotels und Ferienwohnungsanlagen an der Nord- und Ostsee, sowie in Berlin, begrüßt.

Dieser Kurzfilm (10:53) wurde spontan 2015 gedreht. Er zeigt sonnenklar, wie Veränderung gelingt. Bis zum Schluss jede Sekunde wert. Und einen Trailer zum neuen Film, der im Sommer 2016 fertig wird, gibt’s gleich darunter:
„Die stille Revolution.“

Die ganze Geschichte in Zahlen, Daten und Fakten findest Du hier.

In den Göttweiger Dialogen erleben wir Inspiration durch meinen Freund, Pater Johannes Paul, OSB seit 2009 ganz ähnlich. Vor den Toren Wiens.

 

 

Involvement Commitment und Impact

Involvement wird gebildet von Persönlichkeit, Einstellungen, Lebenssituation, Kenntnissen und Erfahrungen. Das persönliche Involevement ist umso höher, je mehr eine Lebenssituation, eine Situation oder eine Story Menschen berührt.
Art of Hosting berührt auf Grund der entstehenden Vertrauensräume die Herzen der involvierten Menschen.

Commitment bezeichnet das Maß der Identifikation mit der Organisation, für die jemand tätig ist. Verständnis für und Übereinstimmung mit dem Sinn des größeren Ganzen, seinen spürbar gelebten Werten und den gemeinsam erarbeiteten Strategien steigert dieses Commitment.
Art of Hosting vergemeinschaftlicht das Sinnverständnis durch wertschätzendes aufmerksames Einbeziehung des Einzelnen in den Gestaltungsprozess der Gemeinschaft.

Impact ist ein Maß für den Unterschied, den eine Intervention setzt. Je persönlicher, unmittelbarer und emotionaler die Intervention ist, desto höher ist der Impact.
Art of Hosting berührt durch die wertschätzende Einbindung des einzelnen Teilnehmers in die wirksame Co-Creation von Größerem.
Gemeinsame Schöpfung entsteht!

DNA – Das Neue Arbeiten Smart afternoon am 2.10.2014 in Wien

Rund rd. 400 Teilnehmer + 50 Speaker und Experten werden heuer kommen.

Ich freue mich auf zahlreiche gute Gespräche über Leadership und Feedback-Systeme.

http://dnadasneuearbeiten.wordpress.com/wien/

„Wie Veränderung wertschätzend gelingt?“ das ist mein Thema dort!

http://dnadasneuearbeiten.wordpress.com/harald-preyer/