Autor: Harald R. Preyer

  • Dreifaltigkeitssonntag 2026

    Predigt von P. Johannes Paul Abrahamowicz OSB anlässlich des Profess-Jubiläums der Franziskanerinnen von Amstetten

    Dreifaltigkeitsfresko von Urschalling (14. Jahrhundert)

    Kernsynopsis

    Die Analyse der Predigt offenbart eine bewusste Strategie, theologische Konzepte durch die direkte Einbeziehung der persönlichen Erfahrungen und Entscheidungen der Jubilarinnen greifbar zu machen. Die zentrale These des Redners ist, dass langanhaltende Treue (symbolisiert durch die Professjubiläen) und göttliche Gemeinschaft (symbolisiert durch die Dreifaltigkeit) keine abstrakten Ideale sind, sondern gelebte Realitäten, die durch bewusste Entscheidungen und Ausdauer geformt werden. Der Redner nutzt die sorgfältige Auswahl der Schriftlesungen durch die Schwestern – eine Ablehnung standardisierter Texte zugunsten solcher, die Freude, Hoffnung und Spiel betonen – als primären Beweis. Dies unterstreicht die Kernbotschaft: Glaube ist kein passives Annehmen, sondern ein aktiver, gestaltender Prozess. Wir sind Zeugen, wie die persönliche Geschichte der Schwestern als Mikrokosmos für die universelle theologische Erzählung von Beziehung, Hingabe und Hoffnung dient. Die Verknüpfung der weiblichen Darstellung des Heiligen Geistes mit einem von Frauen getragenen Kloster und die Betonung weiblicher Tugenden verankert die Theologie fest in der Identität der Gemeinschaft.

    Die Architektur der Predigt: Von der persönlichen zur theologischen Ebene

    1. Die Würdigung: Personalisierung der Jubiläen

    Der Anlass ist die Feier der Professjubiläen mehrerer Franziskanerinnen in Amstetten, die eine beeindruckende Dauer der Treue repräsentieren:

    • 60 Jahre (Diamantene Profess): Schwester Maria Hermine und Schwester Maria Anzilla.
    • 65 Jahre (Eiserne Profess): Schwester Maria Berta und Schwester Maria Erika.
    • 70 Jahre (Gnadenprofess): Schwester Maria Reintraut und Schwester Maria Adelgundis.
      Der Redner betont, dass diese Jahrzehnte ohne Reue gelebt wurden, was als Beweis für eine tief verwurzelte Berufung und Zufriedenheit dient.

    2. Die theologische Verankerung: Die Dreifaltigkeit als Leitmotiv

    Die Predigt stellt eine bewusste Verbindung zwischen dem Jubiläum und dem Dreifaltigkeitssonntag her. Diese Verknüpfung wird auf mehreren Ebenen konstruiert:

    • Terminwahl: Der einzig mögliche Termin war der Dreifaltigkeitssonntag, was von den Franziskanerinnen als passend empfunden wurde, da sie eine besondere Verbindung zu diesem Fest und zur Wallfahrtskirche am Sonntagberg haben.
    • Historische Verbindung: Es wird eine Brücke zwischen den Benediktinern (der Orden des Redners) und den Franziskanerinnen geschlagen, da das Dreifaltigkeitsfest seinen Ursprung in Benediktinerklöstern hatte.
    • Symbolische Darstellung: Das Titelbild der Feier, ein romanisches Fresko, zeigt den Heiligen Geist als weibliche Figur. Dies wird als bewusste theologische Aussage interpretiert: Die Gemeinschaft und das Wirken Gottes sind unvollständig ohne das weibliche Prinzip. Der Redner untermauert dies durch den Hinweis auf die grammatikalisch weibliche Form des Wortes für Geist („Ruach“) im Hebräischen und die ebenfalls weiblichen Bezeichnungen für die Gaben des Heiligen Geistes (Weisheit, Einsicht, Stärke etc.).

    3. Die Schriftlesungen: Die aktive Aneignung des Glaubens

    Ein entscheidender Punkt ist die aktive Auseinandersetzung der Jubilarinnen mit den vorgeschlagenen Schriftlesungen. Sie lehnten die Standardlesungen des Lesejahres A ab, weil diese als nicht aussagekräftig genug empfunden wurden („nett, aber…“). Stattdessen wählten sie bewusst Texte aus dem Lesejahr C, die ihre Lebenserfahrung und ihre Hoffnung widerspiegeln:

    • Abgelehnte Texte (Jahr A):
    • Begegnung Gott-Mose: „Nur mit dem Mose.“
    1. Korintherbrief: „Lasst euch ermahnen“ – nicht aussagekräftig genug.
    • Johannesevangelium: „Geht’s ums Richten“ – passt nicht.
    • Gewählte Texte (Jahr C):
    • Buch der Sprüche: „Ich war seine Freude Tag für Tag“ und „Ich spielte vor ihm“. Diese Wahl unterstreicht eine Beziehung zu Gott, die von Freude und spielerischer Leichtigkeit geprägt ist.
    • Römerbrief: „Bewährung bewirkt Geduld… die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen.“ Dieser Satz wurde als „fesselnd“ empfunden und ist zugleich der Primizspruch des Redners, was eine tiefe persönliche Verbindung schafft.
    • Johannesevangelium: „Aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.“ Dies wird als spannungsvoller Hinweis auf die zukünftige Offenbarung Gottes interpretiert, die eine Überraschung sein wird.

    4. Die rituelle Gestaltung: Bewusstes Bekennen

    Die Predigt mündet in die Ankündigung der Professerneuerung und des Glaubensbekenntnisses. Auch hier zeigt sich der Wille zur bewussten Gestaltung, um Routine zu vermeiden:

    • Professerneuerung: Die Jubilarinnen sollen ihr „Ja-Wort“ laut und deutlich ins Mikrofon sprechen, um ihr Versprechen für die gesamte Gemeinschaft hörbar zu erneuern. Dies wird als Akt dargestellt, der die Gemeinschaft zusammenhält.
    • Glaubensbekenntnis: Um ein „Abratschen“ zu verhindern, wurde das große Glaubensbekenntnis gewählt und so formatiert, dass es langsam und bedacht, Zeile für Zeile, gelesen werden muss. Dies zwingt die Gemeinde zu einer bewussteren Auseinandersetzung mit dem Inhalt.

    erstellt mit Plaud und ChatGPT

  • Eine Mutter wartet auf die Wahrheit

    Augustinus, Monika – und das Geheimnis einer Liebe, die nicht drängt

    Es gibt Bilder, die zeigen eine Geschichte.
    Und es gibt Bilder, die zeigen einen inneren Zustand des Menschen.

    Dieses konkrete Bild lässt sich nicht eindeutig und sicher identifizieren, aber stilistisch wirkt es sehr stark wie ein Werk der deutschsprachigen Nazarener-Schule des 19. Jahrhunderts — also im Umfeld von Künstlern wie Julius Schnorr von Carolsfeld, Joseph von Führich oder deren Schülern.

    Dieses gehört zur zweiten Kategorie.

    Die Szene wirkt auf den ersten Blick einfach: Eine Frau kniet betend vor zwei Männern. Einer von ihnen hält ein Buch geöffnet, der andere deutet darauf – und blickt zugleich in die Höhe, als höre er etwas, das nicht aus Worten stammt.

    Doch je länger man schaut, desto deutlicher wird: Hier geht es nicht um Belehrung. Nicht um Dogma. Nicht einmal primär um Religion.

    Hier geht es um die große Frage menschlicher Beziehungen:
    Kann Liebe warten, ohne zu besitzen?

    Die kniende Frau ist die heilige Monika von Tagaste, die Mutter des späteren Kirchenvaters Augustinus von Hippo. Jahr­zehnte lang betete sie für ihren Sohn. Nicht, weil er böse gewesen wäre – sondern weil er suchte. Weil er sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengab. Weil sein Geist größer war als die Gewissheiten seiner Zeit.

    Das Bild zeigt genau diesen Zwischenraum.

    Monika sitzt tief unten, beinahe am Boden. Ihr dunkles Gewand macht sie schwer, fast erdverbunden. Keine triumphierende Heilige. Keine idealisierte Muttergestalt. Sondern ein Mensch, der gelernt hat, dass Liebe manchmal nichts anderes mehr tun kann als bleiben.

    Ihre Hände sind gefaltet – nicht dramatisch, sondern still. Man spürt in ihnen weniger Frömmigkeit als Ausdauer.

    Und dann Augustinus.

    Sein Gewand leuchtet in einem warmen Orange-Gold, das beinahe aus dem Bild herausstrahlt. Er steht nicht ruhig da. Alles an ihm wirkt innerlich in Bewegung. Der Finger zeigt auf das Buch – doch sein Blick geht darüber hinaus nach oben, ins Licht.

    Das ist der eigentliche Schlüssel des Bildes.

    Die Wahrheit liegt nicht einfach im Text.
    Der Text wird zum Fenster.

    Der Mensch liest – und wird zugleich gelesen.

    Zwischen Mutter und Sohn steht eine dritte Figur, ruhig, fast unscheinbar. Vielleicht ein Lehrer, vielleicht der heilige Ambrosius, vielleicht einfach die Kirche selbst. Jedenfalls jemand, der nicht drängt, nicht missioniert, nicht dominiert. Er hält nur das Buch offen.

    Wie ein guter Lehrer.
    Wie ein guter Freund.
    Wie ein guter Seelsorger.

    Die Architektur im Hintergrund verstärkt dieses Gefühl. Hohe Öffnungen. Licht. Keine Enge. Das Bild zeigt keinen abgeschlossenen Raum, sondern einen Übergang. Alles ist auf Weite hin komponiert.

    Und genau darin liegt seine Modernität.

    Denn die Geschichte von Monika und Augustinus ist keine fromme Legende aus ferner Zeit. Sie erzählt etwas, das bis heute viele Menschen kennen:
    ein Kind entfernt sich,
    ein Partner zweifelt,
    ein Mensch sucht seinen eigenen Weg,
    und jemand bleibt dennoch in Liebe verbunden.

    Nicht kontrollierend. Nicht laut. Sondern geduldig.

    Vielleicht berührt dieses Bild deshalb bis heute.

    Weil es daran erinnert, dass die tiefsten Wandlungen selten durch Druck entstehen. Sondern durch Menschen, die bleiben, obwohl sie niemanden festhalten können.

    Am Ende wurde Augustinus einer der größten Denker des Christentums. Seine Texte prägen Europa bis heute. Doch dieses Bild erzählt etwas anderes:

    Am Anfang stand keine Theorie.

    Am Anfang stand eine Mutter, die nicht aufgehört hat zu hoffen.

  • Zwischen Weihrauch und Algorithmus

    Firmung im alten Ritus, Enzyklika mit KI gelesen

    Heute vormittag durfte ich mein Patenkind Augustin in der barocken Pfarrkirche von Katzelsdorf an der Leitha zur Firmung begleiten. Firmspender war der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro López Quintana. Die Feier erfolgte im außerordentlichen Römischen Ritus nach den liturgischen Büchern von 1962. Es war ein wunderbares Fest.

    Der Heilige Geist war spürbar.

    Wer nie eine solche Liturgie erlebt hat, verbindet mit dem „alten Ritus“ oft Distanz, Strenge oder nostalgische Rückwärtsgewandtheit. Ich habe heute das Gegenteil erlebt. Ruhe. Schönheit. Konzentration. Weihrauch, Latein, die Harmonie von Orgel, Geige und einfachen Litaneien im gregorianischen Stil – und eine erstaunliche Ernsthaftigkeit der Menschen — gerade auch der jungen.

    Nach der Feier bereitete die Pfarrgemeinde mit großer Herzlichkeit eine Agape im Hof hinter der Kirche vor. Ich konnte mit vielen Menschen sprechen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, und war beeindruckt von der Nähe, Wärme und Selbstverständlichkeit, mit der hier gefeiert wurde. Keine Inszenierung. Kein Eventcharakter. Sondern Freude, Glaube und Gemeinschaft.

    Anschließend fuhren wir noch ins Schweizerhaus und aßen dort die traditionelle Stelze. Auch Teddy bekam eine kleine Portion — selbstverständlich ohne Kruste. Er liebt alles, was Menschen essen, völlig unabhängig davon, was es ist.

    Am späten Nachmittag begann dann ein völlig anderer Teil dieses Tages.

    Ich las die neue Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV.
    Oder genauer gesagt: Ich las sie gemeinsam mit einer Künstlichen Intelligenz.

    Der vollständige Text umfasst 245 nummerierte Abschnitte und mehrere hunderttausend Zeichen — eine dichte Mischung aus Theologie, Soziallehre, Philosophie, Politik, Wirtschaft, Technikethik und geistlicher Reflexion. Ein geübter Schnellleser würde vermutlich sechs bis acht Stunden benötigen, um den Text vollständig zu lesen. Um ihn wirklich geistig zu durchdringen, wahrscheinlich deutlich länger.

    Ich habe einen anderen Weg gewählt.

    Ich lud den vollständigen Text in ein KI-System und beschäftigte mich dann etwa zwei Stunden lang intensiv damit — lesend, fragend, diskutierend, reflektierend. Dabei stellte ich der Maschine drei Fragen:

    • Was ist die Kernbotschaft dieser Enzyklika für mich persönlich?
    • Was will der Papst den Mächtigen dieser Welt sagen?
    • Und was wäre anders, wenn die Menschen diese Enzyklika wirklich lesen und verstehen würden?

    Das Überraschende war nicht die Technik.
    Das Überraschende war, wie menschlich die Antworten wurden.

    Denn diese Enzyklika ist kein Text gegen Künstliche Intelligenz. Sie ist ein Text gegen die Entmenschlichung des Menschen.

    Das ist ein entscheidender Unterschied.

    Papst Leo XIV. schreibt nicht wie ein kulturpessimistischer Mahner, der die digitale Welt verteufelt. Er anerkennt ausdrücklich die Größe menschlicher Technik. Die Entwicklung von Wissenschaft, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz wird nicht als dämonische Bedrohung beschrieben, sondern als Ausdruck menschlicher Kreativität. Gleichzeitig zieht sich durch den gesamten Text eine tiefe Sorge: dass der Mensch beginnen könnte, seine eigene Würde zu vergessen.

    Die eigentliche Gefahr ist für diese Enzyklika nicht die Maschine.
    Die eigentliche Gefahr ist ein Mensch, der nur noch in Kategorien von Leistung, Kontrolle, Effizienz und Macht denkt.

    Leo XIV. verwendet dafür zwei starke biblische Bilder: Babel und Jerusalem.

    Der Turmbau zu Babel steht für eine Menschheit, die technisch immer mächtiger wird, aber innerlich die Orientierung verliert. Menschen sprechen zwar dieselbe Sprache, verstehen einander aber nicht mehr. Vielfalt wird zur Bedrohung. Unterschiede werden eingeebnet. Alles soll berechenbar, steuerbar und effizient werden. Der Mensch baut einen Turm, um „wie Gott“ zu sein — und verliert dabei sein eigenes Gesicht.

    Dem gegenüber steht das Bild des Wiederaufbaus Jerusalems im Buch Nehemia. Dort entsteht Gemeinschaft nicht durch Zentralisierung von Macht, sondern durch gemeinsame Verantwortung. Jeder baut an seinem Teil der Mauer. Unterschiedliche Menschen wirken zusammen. Nicht Gleichförmigkeit schafft Einheit, sondern Beziehung.

    Man muss kein Theologe sein, um zu erkennen, wie aktuell dieses Bild geworden ist.

    Wir leben in einer Zeit, in der Algorithmen bestimmen, was Menschen sehen, fühlen und glauben. Aufmerksamkeit wird zur Ware. Wahrheit wird relativiert. Die mächtigsten technologischen Systeme der Geschichte befinden sich nicht mehr primär in den Händen demokratischer Staaten, sondern privater Konzerne. Künstliche Intelligenz beginnt Entscheidungen vorzubereiten, die früher Menschen getroffen haben: medizinische Diagnosen, Kreditvergaben, Bewerbungen, militärische Analysen, politische Kommunikation.

    Und gleichzeitig wächst weltweit das Gefühl vieler Menschen, austauschbar geworden zu sein.

    Genau hier setzt die Enzyklika an.

    Sie erinnert daran, dass der Wert eines Menschen niemals von seiner Leistungsfähigkeit abhängen darf. Nicht Produktivität verleiht Würde. Nicht Erfolg. Nicht Sichtbarkeit. Nicht digitale Reichweite. Die Würde des Menschen ist aus christlicher Sicht unverlierbar, weil sie dem Menschen von Gott zukommt und nicht vom Markt.

    Das klingt zunächst selbstverständlich. In Wahrheit ist es revolutionär.

    Denn die digitale Welt bewertet ständig. Sie misst, sortiert, priorisiert, klassifiziert und optimiert. Die Logik moderner Systeme lautet fast immer: schneller, effizienter, profitabler, skalierbarer. Der Mensch gerät dabei leicht in Versuchung, sich selbst ebenfalls nur noch unter diesen Kriterien zu betrachten.

    Die Enzyklika stellt sich diesem Denken mit bemerkenswerter Klarheit entgegen.

    Vielleicht ist das sogar ihre eigentliche Botschaft:
    Der Mensch darf die Technik verwenden. Aber er darf sich nicht selbst technisch verstehen lernen.

    Mich persönlich hat beim Lesen vor allem ein Gedanke bewegt: Die Kirche verteidigt hier nicht einfach Tradition gegen Moderne. Sie verteidigt das Menschliche gegen seine Reduktion.

    Das hat auch mit meinem eigenen Leben zu tun. Ich arbeite intensiv mit Künstlicher Intelligenz. Ich verwende sie zum Schreiben, Strukturieren, Nachdenken, Analysieren und Reflektieren. Gerade deshalb hat mich diese Enzyklika berührt. Denn sie zwingt zur ehrlichen Frage: Wozu verwende ich diese Macht eigentlich?

    Um Menschen besser zu verstehen?
    Oder um sie effizienter zu beeinflussen?

    Um Wahrheit klarer zu formulieren?
    Oder um Aufmerksamkeit zu erzeugen?

    Um Beziehungen zu vertiefen?
    Oder um mich selbst wichtiger zu machen?

    Natürlich hätte das vollständige, langsame Lesen des gesamten Dokuments einen großen Wert gehabt. Ich hätte jede Argumentationslinie im Detail nachvollziehen, alle theologischen Nuancen erfassen und die Entwicklung der kirchlichen Soziallehre genauer studieren können.

    Doch meine Form des Lesens hatte einen anderen Vorteil.

    Ich habe die Enzyklika nicht archiviert, sondern dialogisch verarbeitet. Die KI wurde dabei nicht zum Ersatz meines Denkens, sondern zu einer Art Spiegel, Verstärker und Strukturierungshilfe. Statt mich in hunderten Absätzen zu verlieren, musste ich sofort entscheiden: Was berührt mich wirklich? Welche Frage ist wesentlich? Was davon betrifft konkret mein eigenes Leben?

    Vielleicht liegt gerade darin eine der Chancen von KI: nicht weniger tief zu denken, sondern schneller zu den wirklich existenziellen Fragen vorzudringen.

    Die Enzyklika fordert keine Maschinenverbote. Sie ruft auch nicht nostalgisch zur Rückkehr in eine vorindustrielle Welt auf. Im Gegenteil: Leo XIV. schreibt ausdrücklich, dass Technik heilen, verbinden, bilden und schützen kann. Aber er verlangt etwas, das heute fast altmodisch wirkt: Verantwortung.

    Vor allem Verantwortung der Mächtigen.

    Der Papst richtet sich deutlich an politische und wirtschaftliche Eliten. Er warnt vor einer technologischen Macht, die sich demokratischer Kontrolle entzieht. Er spricht über Waffen und KI, über digitale Manipulation, über wirtschaftliche Konzentration und über die Gefahr einer Kultur, in der Profit wichtiger wird als Menschen.

    Seine Antwort darauf ist bemerkenswert unideologisch.
    Nicht Revolution. Nicht Klassenkampf. Nicht Technikfeindlichkeit.

    Sondern etwas viel Anspruchsvolleres: eine „Zivilisation der Liebe“.

    Dieser Ausdruck klingt zunächst weich. Tatsächlich ist er radikal. Denn eine Zivilisation der Liebe würde bedeuten, dass politische, wirtschaftliche und technologische Entscheidungen nicht primär nach Macht, Gewinn oder ideologischer Kontrolle getroffen werden, sondern danach, ob sie dem Menschen dienen.

    Vielleicht würden wir langsamer entscheiden.
    Vielleicht würden wir wieder lernen zuzuhören.
    Vielleicht würde Wahrheit wichtiger als Empörung.
    Vielleicht würden Kinder nicht mehr von Algorithmen erzogen.
    Vielleicht würde Arbeit wieder dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.
    Vielleicht würden wir technische Intelligenz entwickeln, ohne menschliche Weisheit zu verlieren.

    Und vielleicht würden wir begreifen, dass die entscheidende Zukunftsfrage nicht lautet:

    Wie intelligent werden Maschinen?

    Sondern:

    Wie menschlich bleiben wir selbst?

    Der Originaltext der Enzyklika in Deutsch ist hier vollständig abrufbar.
    https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html

  • Abgehaut – verloren gegangen

    Jetzt haben wir uns schon lange nicht mehr gelesen. Und – ja Danke – es geht mir wieder sehr gut. Heute bin ich verloren gegangen.

    Also das war so:

    Frauchen hat ja dieses schöne kleine Haus gefunden mitten im Wald und nur weit weg höre ich einen anderen Kollegen, der bellt, wenn die Radfahrer bei ihm vorbei kommen. Und dann weiß ich schon, wenn er immer lauter bellt, dann kommen sie bald bei mir vorbei und dann muss ich auch bellen. Wenn er immer leiser bellt, dann kommen sie nicht. Und in unserem Garten, da ist der große Olivenbaum. Dort liege ich gerne im Halbschatten und manchmal fällt eine kleine Olive auf meine Schnauze. Das kitzelt aber die Oliven schmecken mir nicht.

    Und um das ganze Haus und den riesigen Garten ist eine alte Mauer – aus Steinen und wenn ich die Steine spüre, dann weiß ich, da ist die Mauer und ich gehe einen Schritt zurück. So kann ich ganz alleine im Garten bleiben und alles ist fein.

    Heute waren wir dann bei diesem Fluss, der eigentlich kein Fluss ist, sondern ein Meer und eigentlich kein Meer, sondern eine Bucht und eigentlich auch keine Bucht, weil dazu ist er zu wenig rund – egal – wir waren also dort und da haben Harry und Frauchen Muscheln gegessen und ich habe keine bekommen, weil ich Muscheln nicht mögen darf.

    Und dann sind wir am Heimweg bei dieser kleinen Taverne vorbei gefahren, wo ich gestern so liebe Menschen und neue Freunde von mir getroffen habe. Und da wollte ich aussteigen und Harry hat angehalten und wir sind alle drei ausgestiegen. Und dann haben Yuliya und Harry ein kleines Eis gegessen – also eigentlich hat es nach Palatschinken gerochen aber ich habe keinen bekommen und ich habe in der Ferne meinen Freund gehört, der immer bellt, wenn die Radfahrer kommen. Aber es war anders als sonst. Entweder war er doch weiter weg oder es war nicht mein Freund. Das wollte ich mir jedenfalls genau anschauen und bin auf die Suche gegangen. Also die Stufen runter zum Weinberg, das kannte ich ja von gestern. Und dann auf den Weg und links nach Hause. Und dann bin ich aber das andere Links entlang gelaufen und mein Freund wurde immer leiser und dann habe ich ihn gar nicht mehr gehört und dann war es hell und laut und Autos haben gehupt und Leute haben durcheinander gerufen. Ich habe nur verstanden: „Der Hund. Schau der Hund. Alleine auf der Straße. Und da kommt ein Bus.“ Aber ich habe keinen Hund gesehen und keinen Bus. Also bin ich weiter gegangen. Und dann sind die Leute wieder gekommen und haben gesprochen wie Harry manchmal. Es hat so geklungen wie „Komm. Schöner Hund, komm. Wir tun Dir ja nichts. Komm komm komm. Dann haben sie gebellt, wie Menschen bellen, wenn sie eine Katze locken wollen. Aber ich bin ja nicht dumm. Ich habe sofort gemerkt, dass die mich nur streicheln wollen. Aber das mag ich nicht, wenn sie nicht vorher Yuliya oder Harry fragen, ob sie mich streicheln dürfen. Die sagen dann immer: „Wenn er will, gerne.“ Und dann entscheide ich, ob ich will oder nicht. Aber die beiden waren nicht da. Und schön langsam ist mir ein bisschen mulmig geworden. Kein Freund, der bellt, keine vertrauten Gerüche, keine bekannten Stimmen. Kein nichts. Kein Olivenbaum.

    Und dann hat mich plötzlich ein helles Licht geblendet und das Licht hat gehupt. Und dieses Hupen habe ich sofort erkannt. So hupt nur Harry, wenn er nicht darf und sagen will: „Ich bin gleich da.“ In Wien. Und dann laufe ich zur Türe. Aber wo ist die Türe? Dann habe ich schon Frauchen gehört und Harry und beide haben gerufen: „Teddy! Teeeedy.“ Es hat nicht vorwurfsvoll geklungen. Eher ängstlich. So wie meine Mama mich gerufen hat, als ich ganz klein war. Also nicht ganz so, sondern so, wie die Menschen rufen, wenn sie ihre Tochter suchen, die sie ganz lieb haben. Und da bin ich einfach auf die Stimmen zugelaufen.

    Das war eine Freude. Ein Wiedersehen. Als hätten wir uns eine ganze Woche nicht mehr gesehen. Frauchen hat mich umarmt und gestreichelt und geweint und gesagt: „Hopp. Hopp. Rein mit Dir, mein Schatz!“ Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen. So schnell war ich noch nie auf dem Rücksitz. Und dann sind wir zum Häuschen im Wald gefahren. Und mein Freund hat gebellt. Immer lauter. Bis er mich gehört hat. Ich habe ihm nur kurz mit einem „UiUWuff“ gesagt: „Alles gut. Ich bin wieder da.“

    Und dann habe ich unter meinem Olivenbaum gelegen und den Sternen genau zugehört. Ein ganz kleiner hat zu einem etwas größeren gesagt: „Teddy hat heute gelernt, dass es besser ist, bei denen zu bleiben, die ihn lieben als einen Weg zu laufen, den keiner kennt, wenn dort keiner ruft, der ihn liebt.“ Der größere hat dazu nur „Amen“ gesagt. Das sagen Harry und Frauchen auch oft, wenn wir gemeinsam dem lieben Gott „Danke“ sagen. Und dann bin ich eingeschlafen und habe gespürt, dass sie mich sehr lieben – Yuliya, Harry und die Sterne. Und der liebe Gott sowieso, deswegen heißt er ja „Lieber Gott!“

    Mehr über mich erzähle ich Dir gerne hier.

  • Damit es uns gut geht

    Predigt von P. Johannes Paul Abrahamowicz OSB am 7. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A

    Angeregt durch diese Predigt habe ich heute das ganze Kapitel 17 im Johannes Evangelium gelesen. Das ist ein Gebet zu seinem Vater voller Vertrauen und Dankbarkeit. Die Predigt selbst habe ich mit Plaud transkribiert, wodurch diese Zusammenfassung entsteht.

    Kernsynopsis

    Der vorliegende Text ist eine theologische Auslegung des Johannesevangeliums, Kapitel 17, die sich auf die Kernbotschaft von Jesu Abschiedsgebet konzentriert. Die Analyse dekonstruiert ein als komplex und philosophisch beschriebenes Gebet in ein einfaches, nachvollziehbares Prinzip: Jesu Bitte an den Vater, sich nach seinem Weggang um seine Anhänger zu kümmern. Diese Bitte wird mit dem alltäglichen Beispiel von Eltern verglichen, die ihre Kinder in die Obhut anderer geben. Der entscheidende strategische Punkt ist die zeitliche Einordnung dieses Gebets: Es wird von Jesus vor seinem Tod und seiner Auferstehung gesprochen, nicht danach. Diese Voraussicht demonstriert ein Höchstmaß an Gottvertrauen, das als Vorbild für die Gläubigen dient. Wir sind nicht dazu aufgerufen, eine komplexe Theologie zu meistern, sondern unser eigenes Gottvertrauen zu stärken, da dies die eigentliche Quelle des Wohlbefindens ist.

    Dekonstruktion der Predigt: Von der Theologie zur Praxis

    1. Das Phänomen: Ein komplexes Gebet

    • Der Text: Die Predigt beginnt mit der Lesung aus dem Johannesevangelium (Kapitel 17, Verse 1-11a), in dem Jesus sich an seinen Vater wendet.
    • Die Bewertung: Der Sprecher (P. Johannes Paul OSB) charakterisiert diesen Text als kompliziert, philosophisch und wie einen „Wirbelsturm“, der um wenige Themen kreist ([00:03:06-00:03:39]). Die Kernaussagen über Verherrlichung, ewiges Leben und die Beziehung zwischen Vater, Sohn und den Gläubigen werden als anspruchsvoll für den Zuhörer eingestuft.

    2. Die Kernbotschaft: Eine einfache Analogie

    • Die Vereinfachung: Die komplexe theologische Sprache wird auf eine zentrale, menschliche Handlung reduziert: Ein Verantwortlicher übergibt seine Schützlinge an eine höhere Instanz ([00:03:40-00:04:18]).
    • Die Analogie: Dies wird mit der Situation von Eltern verglichen, die in den Urlaub fahren und die Betreuung ihrer Kinder an jemand anderen übergeben mit der Bitte: „Bitte kümmere dich jetzt um die Kinder, weil ich kann nicht.“ ([00:04:18]). Jesus hat sich um „uns“ gekümmert und bittet nun den Vater, diese Aufgabe fortzuführen.

    3. Die entscheidende Einsicht: Der Faktor Zeit

    • Das Paradox: Obwohl die Lesung in der Zeit nach Christi Himmelfahrt stattfindet, verortet der Evangelist Johannes diese Worte Jesu vor dessen Tod und Auferstehung ([00:04:19-00:04:51]).
    • Die Konsequenz: Dass Jesus in vollem Bewusstsein seines bevorstehenden Todes („Ich komme jetzt zu dir“) ein solch vertrauensvolles Gebet sprechen kann, wird als ultimativer Beweis für sein Gottvertrauen interpretiert. Es ist keine Rückschau nach einem Sieg, sondern eine vertrauensvolle Handlung im Angesicht der größten Prüfung.
    • Die Anwendung: Für die heutigen Gläubigen, die nach Ostern leben, erhält dieses Gebet eine noch tiefere, tröstlichere Bedeutung. Das Vertrauen Jesu wurde bestätigt, was wiederum das Vertrauen der Gläubigen stärken soll ([00:06:39-00:07:10]).

    4. Die Schlussfolgerung: Vertrauen statt Leistung

    • Das Ziel: Das zentrale Anliegen Gottes ist nicht die Erfüllung von Geboten oder die Ausführung von Taten, sondern dass es dem Menschen „gut geht“ ([00:07:21-00:07:36]).
    • Der Weg: Dieses Wohlbefinden wird direkt mit dem Maß an Gottvertrauen verknüpft. Die zentrale Aufgabe für den Gläubigen ist daher nicht, etwas zu tun, sondern das eigene Vertrauen zu stärken, unterstützt durch Jesus und den Heiligen Geist.

    Transkript mit Plaud

  • zum 1. Mai

    Du kannst alle guten Dinge haben — Reichtum, Freunde, Freundlichkeit, Liebe geben und Liebe empfangen —, wenn du gelernt hast, dich nicht von ihnen blenden zu lassen; wenn du gelernt hast, Enttäuschungen zu ertragen und einzusehen, dass die Dinge nicht so sind, wie du sie haben möchtest.

    Zu Beginn gilt es, unsere Vorstellung von „guten Dingen“ zu ändern; aber nicht, um etwas Wertvolles zu entfernen, sondern vielmehr, um viele Dinge einzubeziehen, die wir nicht wertvoll nennen. Was uns wertvoll ist, muss einigen Wert besitzen, sonst würden wir es nicht schätzen. Das Streben nach Reichtum ist nicht verkehrt an sich, aber es wird verkehrt, wenn es an die Stelle höherer Ideale tritt. Das Streben nach Idealen ist ein allumfassendes Streben, das die Nahrung für Körper, Herz und Seele nicht vernachlässigt.

    Zuerst geht es darum, in den Begriff Reichtum nicht nur materielle Güter einzubeziehen, sondern auch intellektuelle Gaben und die Schätze des Geistes. Außerdem ist es wichtig, diese Dinge zu besitzen und nicht von ihnen besessen zu sein. Solange wir nach ihnen streben, werden wir von ihnen besessen sein. Wenn wir auf unserer Suche nach dem Höchsten die zeitweilige Verfügung über Sachen bekommen, dann heißt das nicht, dass wir sie besitzen, sondern Gott besitzt sie.

    So ist es auch mit Freunden. Um Freunde zu haben, müssen wir die höchste Freundschaft verstehen, und dies ist nur mit der Gotteserkenntnis möglich. Andernfalls wären unsere sogenannten Freunde wie ein Besitz, den wir in unser Besitzdenken einbeziehen wollen, bis wir schließlich selbst von diesem Gedanken besessen sind. Dasselbe gilt für die Freundlichkeit, die Fähigkeit, mit der wir Freunde gewinnen und behalten. Geheuchelte Freundlichkeit ist unecht, doch Freundlichkeit, die natürlich aus dem Herzen hervorbricht, ist wahr.

    Diese richtige Haltung im Leben erweist sich erst recht als wahr, wenn wir Liebe von verschiedenen Standpunkten aus betrachten. Wir können nicht alle lieben, es sei denn, die spirituelle Liebe Gottes ist in unserem Herzen. Wir können zwar das Wort „Liebe“ verwenden und einen Anspruch erheben, aber darin wird kein Leben sein. Und wir werden im Testfall versagen, denn es wird sich um das Nafs drehen. Der Gebrauch des Wortes „Liebe“ ist etwas ganz anderes als die Liebe selbst.

    Deshalb stellt sich die Frage, ob wir von unseren Wünschen oder Idealen geblendet sind — oder ob wir sie unter Kontrolle haben. Wenn wir sie kontrollieren, kann uns nichts hoch emporheben oder tief enttäuschen. Beides sind Formen der Berauschung — die Berauschung an Idealen durch Licht und die Berauschung an Wünschen durch Dunkelheit. Bisweilen mag die Dunkelheit dem Licht sogar vorzuziehen sein, da das Licht manchmal so stark blendet, dass wir die Sehfähigkeit von Herz und Seele nicht so leicht wiedererlangen können.

    Schließlich müssen wir in Betracht ziehen, dass der Zustand der Dinge das Ergebnis sämtlicher Gedanken aller Wesen ist. Wir können die Gedanken anderer nicht kontrollieren. Vielleicht können wir sie teilweise beeinflussen, doch Gott hat allen Menschen Willenskraft gegeben. Daraus bilden sich Gedanken und durch diese Gedanken werden die materiellen Angelegenheiten der Welt festgelegt.

    Die Konsequenz daraus, dass jeder Einzelmensch nur einer von Milliarden ist, die alle mit ihren Gedanken und ihrem Karma auf die Welt einwirken, ist gewaltig; doch der Einfluss der Vergangenheit ist sogar noch größer. Nicht nur unsere Verehrung für Menschen aus der Vergangenheit, sondern auch Verfassungen, Verträge und Vereinbarungen aller Art binden uns. Es sollte deshalb offensichtlich sein, dass unser kleines individuelles Wollen in diesem Strudel wie nichts ist. Wenn wir die Absichten der Pflanzen, Tiere und Steine, die Planeten und interplanetaren Kräfte und der unergründeten Aktivitäten im Unsichtbaren noch hinzunehmen, dann erscheint sogar die ganze Menschheit ziemlich klein im Vergleich zum Universum.

    Dies sollte uns wahre Demut lehren. Es sollte uns auch Verzicht lehren — doch es gibt einen richtigen und einen falschen Verzicht. Der falsche ist Fatalismus. Der richtige Verzicht besteht darin, nicht an irgendwelche Beschränkungen gebunden zu sein, sondern die Freiheit zu suchen durch das Entdecken des freien Laufs für den Geist jenseits der materiellen und gedanklichen Fesseln. Dies allein schon wird der Welt mehr als alles andere helfen. Auf diese Weise können wir ein Bodhisattva oder Nabi werden.

    aus dem Sufi – Almanch unserer Männerrunde zum 1. Mai 2026

    Quelle:
    365 Tage Sufiweisheit – Die Schale des Saki
    Hazrat Inayat Khan; Samuel L. Lewis:
    365 Tage Sufiweisheit – Die Schale des Saki. Daily Insights for Life.
    Herausgegeben von Sufi Ruhaniat Deutschland.
    Mit einem Vorwort von Wim van der Zwan.
    Übersetzung: Hans-Peter Baum.
    Polling: Verlag Heilbronn, 1. Auflage 2018.
    ISBN: 978-3-936246-32-2.


    und dazu die wunderbare Erika Pluhar vor 50 Jahren


    Quelle: Magnificat – das Stundenbuch

  • Wurzel Jesse

    Ein neuer Monat beginnt mit einer neuen Ausgabe des Magnificat – mein Stundenbuch. Und da nehme ich mir gerne Zeit, die Bildbeschreibung von Heinz Detlef Stäps ausführlich zu genießen. Oft werden Bild und Text zu einer Meditation der Darstellungen, die ohne diese Hinführung für mich nur in Umrissen erkennbar wäre.

    Das Original des Bildes vom Mai „Wurzel Jesse“ wurde von der Bayerischen Staatsbibliothek in hoher Auflösung gescannt. Erst in der Vergrößerung erkennt man, mit welcher Liebe zum Detail der Miniaturenmaler in der Spätgotik (zwischen 1478 und 1481) dieses Bild gemalt hat.

    Die Darstellung hier ist mit dem Originalscan (rund 10 MB) verlinkt.

    Wurzel Jesse, Berthold Furtmeyr, Salzburger Missale, Bd. 4, Regensburg, zwischen 1478 und 1481, Bayerische Staatsbibliothek München

    Clm 15711, fol. 31v, Rechte: Public Domain,
    Quelle: https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00045167-3

    Namen und Zitate sind der Bildbeschreibung „Das Bild im Blick“ von Heinz Detlef Stäps, in Magnificat – das Stundenbuch vom Mai 2026, Verlag Butzon & Bercker Kevelaer“ entnommen.

  • Leben in Fülle – auch für Nigeria

    Hl. Messe mit Prof. Msgr. Obiora Ike aus Nigeria am 4. Sonntag der Osterzeit, 12:00 Uhr im Wiener Stephansdom

  • Begründete Zuversicht

    Predigt von Domkustos DDr. Michael Landau am 4. Sonntag der Osterzeit zum Hochamt im Stephansdom

  • Auswertung der Kommentare in der ZEIT

    Die Zeit ist für mich seit vielen Jahren Quelle für objektive gut recherchierte Information. Seit ich mit KI arbeite, fällt es mir auch leicht, die teils sehr langen Artikel der digitalen Ausgabe für mich zusammenfassen zu lassen. Dabei kann ich mit unterschiedlichen Fragestellungen den Inhalt analysieren.

    Die Funktion „Auf einer Seite lesen“ ist hilfreich, weil ich dann mit einem einzigen Befehl „cmd + a“ alles aktivieren kann. Mit copy / paste den gesamten Inhalt nach ChatGPT übertragen und ganz einfach eingeben: „>Bitte zusammenfassen und Kommentare auswerten.“

    Die Grafik habe ich dann mit diesem Prompting erstellt: >Werte die Lesermeinungen nach den jeweils fünf wichtigsten Hauptthemen aus und erstelle eine Grafik zur Zustimmung / Ablehnung. Fasse die Kernaussage zusammen und interpretiere sie kurz.

    Hier ist der Geschenk-Link zum Artikel und allen Kommentaren.

    ChatGPTplus ist eine KI und kann Fehler machen. In diesem Fall glaube ich eher, dass die Fehler bei der US Regierung liegen.