Am 3. Juni habe ich diese Seerose im Stephansdom fotografiert. Damals wusste ich noch nicht, warum sie mich so berührt.

Heute lese ich im Sufi-Almanach: „Beklage nicht die Vergangenheit, sorge dich nicht um die Zukunft, sondern versuche, das Beste aus dem Heute zu machen.“ Sofort denke ich an Jesu Worte:
„Schaut die Lilien auf dem Feld an … Selbst Salomo war in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet wie eine von ihnen.“ (Mt 6,28–29)
Die Blume sorgt sich nicht um morgen. Sie öffnet sich einfach dem Licht.
Und dann entdecke ich noch etwas: Ein Blütenblatt fällt leicht aus der vollkommenen Ordnung heraus. Vielleicht ist gerade das ihre besondere Schönheit. Nicht makellos. Sondern echt.
Vielleicht liegt darin eine leise Botschaft Gottes:
Zwischen perfekt sein und geliebt sein liegt ein großer Unterschied.
Die Lilie muss nicht vollkommen sein. Sie ist schön, weil sie ist.
Vielleicht dürfen auch wir heute einfach sein – im Vertrauen darauf, von Gott geliebt zu sein.
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