Autor: Harald R. Preyer

  • Meinungsmacher

    Diese Tabelle ist das Ergebnis einer Internet-Recherche und frei von persönlichen Einschätzungen. PO steht für political orientation, also die Ausrichtung des Mediums auf einer Skala von -10 bis +10 von „links“ bis „rechts“. Reach ist die Reichweite in Millionen Lesern. „Time“ meint die Lesedauer pro Ausgabe und „Quality“ ist die hier  beschriebene Qualität.

    Ausgewählte Medien sortiert nach „Qualität“ absteigend und anschließend nach „Reichweite„.

    Die Qualität in Medien kann aus verschiedenen Aspekten beurteilt werden, oft basierend auf journalistischen Standards, Genauigkeit, und Tiefgang der Berichterstattung. Hier sind einige Kriterien, die in der Praxis oft zur Bewertung von Medienqualität herangezogen werden:

      Recherche und Faktengenauigkeit
      Hochwertige Medien zeichnen sich durch gründliche Recherche, verlässliche Quellen und eine klare Trennung von Fakten und Meinungen aus. Der Inhalt ist überprüfbar und gut belegt.

      Transparenz und Quellenangabe
      Qualitätsmedien geben ihre Quellen an und erläutern ihre Recherchemethoden. Dadurch ermöglichen sie den Lesern, Informationen nachzuvollziehen und sich ein eigenes Bild zu machen.

      Sachliche, ausgewogene Berichterstattung
      Ein hohes Qualitätsniveau zeigt sich in der sachlichen Darstellung unterschiedlicher Perspektiven, ohne dabei reißerisch oder voreingenommen zu wirken. Sensationsjournalismus oder Boulevardstil wird vermieden.

      Unabhängigkeit
      Qualitätsjournalismus ist von politischen oder wirtschaftlichen Einflüssen unabhängig. Medien mit hoher Qualität vermeiden Interessenskonflikte und setzen sich für objektive Berichterstattung ein.

      Sprache und Präsentation
      Gute journalistische Qualität zeigt sich auch in einer klaren, professionellen Sprache und einer durchdachten Präsentation. Typisch sind sorgfältig formulierte und verständliche Texte.

      Tiefe und Kontextualisierung
      Hochwertige Medien bieten oft Hintergrundinformationen, Analysen und Einordnungen, die über die bloße Berichterstattung hinausgehen. Dies hilft dem Publikum, die Bedeutung der Nachrichten zu verstehen.

      Investigativer Journalismus
      Medien mit hoher Qualität betreiben oft investigativen Journalismus, decken Missstände auf und widmen sich komplexen Themen. Dieser Journalismus nimmt oft eine gesellschaftlich kontrollierende Rolle wahr.

      Diese Kriterien sind natürlich nicht absolut und können je nach Medientyp und Zielpublikum leicht variieren, bieten aber eine sinnvolle Grundlage zur Bewertung der Qualität eines Mediums.

      Ausgewählte Medien sortiert nach „Reichweite“ absteigend und anschließend „politischer Ausrichtung„.

      Die Einteilung in „links“ und „rechts“ basiert auf politischen Überzeugungen und Positionen, die typischerweise entlang gesellschaftspolitischer und wirtschaftspolitischer Dimensionen angeordnet sind. Die Skala kann zwar nie alle Nuancen abdecken, hilft aber bei einer groben Orientierung.

      Hier eine Übersicht über typische Merkmale von links und rechts:

      Gesellschaftspolitisch

        Links:

          • Unterstützung von Gleichberechtigung, Diversität und sozialen Rechten.
          • Proaktive Förderung von Minderheitenrechten, Umweltschutz und sozialen Reformen.
          • Skeptische Haltung gegenüber traditionellen Autoritäten und Strukturen.

          Rechts:

            • Betonung auf Tradition, Ordnung und nationale Identität.
            • Fokus auf individuelle Verantwortung und weniger staatliche Eingriffe in das Privatleben.Wertschätzung von Stabilität und traditionellen sozialen Strukturen.

            Wirtschaftspolitisch:

              Links:

              • Befürwortung von staatlichen Eingriffen zur Umverteilung des Wohlstands und zum Schutz sozialer Standards.
              • Unterstützung für Gewerkschaften, sozialen Wohnbau und progressive Besteuerung
              • Kritik an unreguliertem Kapitalismus und starker Marktkonzentration.

              Rechts:

                • Betonung auf Marktliberalismus, Eigenverantwortung und geringe staatliche Eingriffe.
                • Unterstützung von niedrigeren Steuern und Förderung des Unternehmertums.
                • Skepsis gegenüber staatlicher Umverteilung und umfassenden Sozialleistungen

                Weitere Nuancen:

                • Links-Liberal: Setzt sich für soziale Freiheit, Toleranz und staatliche Unterstützung in wirtschaftlichen Fragen ein.

                • Konservativ: Setzt sich für traditionelle Werte und begrenzte staatliche Einmischung in das wirtschaftliche Leben ein.

                • Progressiv vs. Reaktionär: Progressiv orientierte Haltungen streben Veränderungen an, während reaktionäre Positionen bestehende Werte und Strukturen betonen.

                Diese Einteilung ist relativ und von Land zu Land verschieden, da kulturelle und historische Kontexte eine wichtige Rolle spielen. Viele Medien bewegen sich auf dieser Skala irgendwo dazwischen und vereinen linke und rechte Elemente, je nach Themenbereich.

              • Brief einer sterbenden jungen Frau an ihre Mutter

                Warum hast du mich nicht bekannt gemacht mit dem Klang seines Schrittes?

                Ich erinnere mich noch genau der Sommernacht, in welcher mich mein Vater in den Garten führte, um mir die Milchstraße und einige Sternbilder zu zeigen. (Er sagte:) „Alle diese Sterne hat Gott geschaffen, sie sind Werke Gottes wie die Sonne, der Mond und die Erde mit allem, was du siehst.“ 

                Auf diese Weise trat Gott erstmals in mein Kinderleben auf eine meinem Verstand zugängliche Art. Mein Vater hatte mir den allmächtigen Schöpfer-Gott gezeigt, den unendlich großen Geist, der die Kraft und die Macht hat, aus dem Nichts ein Weltall hervorzubringen. Der Einbruch dieser Erkenntnis Gottes in mein Leben machte auf mich einen gewaltigen Eindruck. Nach dieser Sommernacht ging ich tagelang wie benommen durch meine kleine Kinderwelt, die mir nun so groß erschien, und ich schaute alles an mit dem Gedanken: „Gott hat all das erdacht, Gott hat all das erschaffen.“ Welch neue Freude! All das war für mich aus den Händen Gottes entsprungen.

                Eine Frau beschreibt im Rückblick auf die Zeit, als sie vier oder fünf Jahre alt war, so ihr elementares religiöses Erlebnis: „Liebe Mutter! Seit einigen Tagen kann ich nur noch eine halbe Stunde täglich im Bett sitzen, sonst liege ich fest. Das Herz will nicht mehr. Heute früh sagte der Professor etwas – es klang so nach ‚gefasst sein‘. Worauf? Es ist sicher schwer, jung zu sterben! Gefasst muß ich darauf sein, dass ich am Wochenanfang ein Gewesener bin – und ich bin nicht gefasst. Die Schmerzen wühlen fast unerträglich; aber wirklich unerträglich dünkt es mich, dass ich nicht gefasst bin. Das Schlimmste ist, wenn ich zum Himmel aufblicke, ist er finster. Es wird Nacht, aber kein Stern glänzt über mir, auf den ich im Versinken blicken könnte. Mutter, ich war nie gottesfürchtig; aber ich fühle jetzt, dass da noch etwas ist, das wir nicht kennen, etwas Geheimnisvolles, eine Macht, der wir in die Hände fallen, der wir antworten müssen auf alle Fragen. Und das ist meine Qual, dass ich nicht weiß, wer das ist.

                Wenn ich ihn kennen würde! Mutter, weißt Du noch, wie Du mit uns Kindern durch den Wald gingst bei einbrechender Dunkelheit, dem Vater entgegen, der von der Arbeit kam? Wir liefen Dir manchmal davon und sahen uns plötzlich allein. Schritte kamen durch die Finsternis – welche Angst vor den fremden Schritten! Welche Freude, wenn wir den Schritt erkannten als den Deinen, den der Mutter, die uns liebte. Und nun höre ich wieder in Einsamkeit Schritte, die ich nicht kenne. Warum kenne ich sie nicht?

                Du hast mir gesagt, wie ich mich kleiden muß und wie ich mich im Leben verhalten muß, wie man isst, wie man so durchs Leben kommt. Du hast für mich gesorgt, Du wurdest nicht müde über allem Sorgen. Ich erinnere mich auch, dass Du am Heiligabend mit Deinen Kindern in die Christmette gingst; auch an ein Abendgebet erinnere ich mich, das Du mir einige Male vorgesagt hast. Immer hast Du uns zur Ehrlichkeit angehalten. Aber das alles zerfällt mir jetzt wie mürber Zunder.

                Warum hast Du uns von so vielem gesagt und nicht – von Jesus Christus? Warum hast Du mich nicht bekannt gemacht mit dem Klang seines Schrittes, dass ich merken könnte, ob er zu mir kommt in dieser letzten Nacht und Todeseinsamkeit? Dass ich wüsste, ob der, der da auf mich wartet, ein Vater ist! Wie anders könnte ich sterben!“

                A. Kappler, Brief eines todkranken jungen Mädchens an ihre Mutter. Nach dem Tode des jungen Mädchens von einer Krankenschwester gefunden. Mit Erlaubnis der Mutter weitergegeben. (Manuskript)

                Danke an Domkurat Stefan Jagoschütz für das auszugsweise Zitieren dieses Briefes in seiner Predigt am 27.10.2024 im Stephansdom und für das Weitersenden des Manuskripts.

              • Die 5 Sprachen der Liebe – Vorversion

                Vielen Dank für Dein Interesse und Deine Zeit, diese Vorversion meines neuen Projekts mitzuentwickeln!

                In den letzten Jahren stelle ich in vielen Gesprächen mit Freunden und auch in Coachings fest, dass es eine größer werdende Sehnsucht gibt, wirklich erfüllende Liebe in einer glücklichen Partnerschaft zu leben. Das mag mit der Entwicklung neuer Medien und einem veränderten Konsumverhalten zu tun haben. Vermutlich ist auch unsere relativ ausgeprägte Wohlstandsgesellschaft an dieser Entwicklung beteiligt.

                Für einen Workshop mit Führungskräften habe ich auf Basis des bekannten Bestsellers von Garry Chapman und vieler Gespräche in den letzten sechs Monaten daraus eine Übung entwickelt, die der Selbstreflexion dient und zu unmittelbaren Umsetzungsergebnissen führt.

                Stellst Du auch ein zunehmendes Bedürfnis nach erfüllten Beziehungen in Deinem Umfeld fest?

                Wie gefällt Dir die Übung? Was würdest Du anders machen?

                Bitte schick‘ mir Deine Gedanken dazu oder ruf‘ mich gerne an.

                Vielen herzlichen Dank und alles Liebe

                Harald Preyer


                +43 676 723 82 67
                harald@preyer.wien

                 

              • Drei Monate ohne Scheidungsanwälte

                Nicht jede große Liebe ist nach etlichen Jahren noch eine solche. Oft bleiben Ehepartner zusammen, weil es gemeinsame noch junge Kinder gibt oder eine gemeinsame Firma oder gemeinsame Schulden und Verpflichtungen.

                Zehn, 15, 20 oder 30 Jahre später kommen die Ehepartner dann endgültig drauf, dass sie sich die letzten Jahre nur noch genervt und mehr Energie gekostet haben als sie einander schenken konnten.

                Was hilft: Das engagierte Suchen, Fragen und Wiederentdecken all dessen, was einmal schön war. Und wenn das nicht gelingt, das gemeinsame liebevolle Ringen um eine Trennung im Guten.

                Das ist leichter möglich, wenn beide Partner für drei Monate darauf verzichten, sich Anwälte zu nehmen und bei langen Spaziergängen ohne Alkohol, ohne Ablenkung, in Ruhe, achtsam und liebevoll nach Lösungen suchen.

                Tragfähige Lösungen in belasteten Beziehungen setzen voraus, dass alle Beteiligten Klarheit darüber haben, was sie und er unabhängig von einander wirklich wirklich wirklich wollen. Sonst werden nur faule Kompromisse geschlossen.

                Ich habe solche Prozesse in den letzten 20 Jahren oft begleitet. Resultat: Rund 3/4 aller Paare sind heute noch gute Freunde obwohl manche längst mit anderen Partnern verheiratet sind.

                Mir selbst ist es im Jahr 2012 nach 20 Ehejahren nicht gelungen, verheiratet zu bleiben. Damals sagte meine Exfrau – für mich völlig unerwartet – eines Abends zu mir: „Harald, wir müssen miteinander reden. Es gibt einen anderen Mann in meinem Leben.“ Wir haben dann gemeinsam mit unseren Kindern einige Monate lang nach guten Lösungen gerungen und sie auch gefunden. 

                Warum poste ich das heute? Weil mich am Montag wieder einmal ein spürbar ratloser und angetrunkener Coaching-Kunde am späteren Abend angerufen und gefragt hat, ob ich einen guten Scheidungsanwalt kenne. Er war dann gestern nüchtern und liebevoll – so wie ich ihn kenne – mit seiner Ehefrau bei mir. Nach einem längeren guten Gespräch haben wir gemeinsam die Sorgen des Paares im Gebet Gott anvertraut. Ich glaube, dass auch diesmal die Liebe siegen wird.

              • Die Dienstbotenmuttergottes

                Die Dienstbotenmuttergottes: Das bezaubernde Lächeln in ihrem Gesicht bezeugt, warum sie als „Schöne Madonna“ bezeichnet wird. Sie ist die älteste Marienfigur des Domes, entstanden um 1300.

                Die älteste Marienfigur im Dom ist gleichzeitig eine der bekanntesten und wohl die bedeutendste: die legendenumwobene Dienstbotenmuttergottes. Die Legende weiß zu berichten, dass einer reichen Gräfin ihr Ring abhanden gekommen sei. Daraufhin beschuldigte sie ihre Dienstmagd des Diebstahls. Das unschuldige Mädchen nahm zu dieser Marienstatue in der gräflichen Privatkapelle im Gebet Zuflucht, worauf sich bald der Ring im Handschuh der Gräfin wiederfand und die Magd rehabilitiert war. Die Gräfin soll daraufhin die Figur der Stephanskirche geschenkt haben.

                Der Name erklärt sich aber wohl eher von daher, dass sich die um 1300 entstandene Statue ursprünglich als Andachtsbild am ehemaligen Marienaltar im Frauenchor befand, wo in alter Zeit die Frühmesse, die vor allem die Dienstboten besuchten, gefeiert wurde. Von diesem und vielen anderen Legenden umwoben, erklärt sich der Name – darin besteht wohl der wahre Kern der Legende.

                Die Madonnenfigur, die ursprünglich auch auf der Rückseite ausgearbeitet war, ist durch den Schleier quasi mit dem lebhaft wirkenden Jesusknaben verbunden, in ihrer höfischen Eleganz ähnlich den Trumeau-Madonnen der französischen Kathedralgotik. Der unbekannte Künstler stammte wohl aus Frankreich oder dem Rheinland. Sie gilt als eine der schönsten Marienfiguren und zählt zu den bedeutendsten Skulpturen ihrer Zeit. Der gespannte Schleier, der auch das Jesuskind umhüllt, ist keine Eigenart dieses Kunstwerks (ähnliche Figuren gibt es in der Wiener Minoritenkirche und in der Niedermünsterkirche in Regensburg), sondern Symbol sowohl für die Menschwerdung (Windel) als auch für den Tod (Grabtuch) Jesu.

                Der elegante Körperschwung wird durch breite Schlüsselfalten und kurvige Röhrenfalten betont. Die Statue besteht aus Margareten Sandstein und ist dem Typus der „Schönen Madonna“ zuzurechnen – wer einmal bewusst in das lieblich lächelnde Gesicht der Gottesmutter geblickt hat, weiß, warum sie so genannt wird und dass sie diese Bezeichnung wirklich verdient. Ursprünglich trug sie noch eine Krone oder einen Kronreif, in der barock ergänzten rechten Hand ein Szepter. Als Stifter wird in der jüngeren Forschung Herzog Albrecht I. angenommen. Da der Herzog in der Zeit des Chorbaus 1308 starb, lässt sich die Datierung mit seinem Todesjahr eingrenzen, sie stand demnach schon in der romanischen Stephanskirche, ist älter als Chor und Langhaus und muss wohl bei den Besuchern damals einen sehr „modernen“ Eindruck hinterlassen haben.

                Seit Jahrhunderten brennen Kerzen vor ihr und der Rauch der vielen Talgkerzen hat sie im Laufe der Jahre dunkel gefärbt – so als hätten sich die vielen Gebete in die Figur der Gottesmutter eingebrannt. Wenn man sie restaurieren und die verborgenen Farbschichten freilegen würde, wäre das sicher ein ästhetischer Gewinn und von großem kunsthistorischem Interesse. Doch kann man die gleichsam „geheiligte“ Patina nicht einfach abnehmen, sie ist ein Zeichen der Frömmigkeit und der großen Verehrung.

                Die Dienstbotenmuttergottes gehört zu den am meisten verehrten Gnadenbildern von St. Stephan, frische Blumen und gespendete Kerzen zeugen davon. Täglich besuchen sie Betende, um ihr Anliegen und Bitten anzuvertrauen, um sie um Fürbitte anzurufen. Manche kommen jeden Tag „auf einen Sprung“ in den Dom, um ihr – wie einer guten Freundin, die zuhören kann – von ihren alltäglichen Anliegen und Freuden zu erzählen.

                Quelle: Reinhard H. Gruber, Der Wiener Stephansdom, Portrait eines Wahrzeichens, Tyrolia, 2024, Seite 126 und 127

              • Sterblich sein – ein Abend rund um den Stephansdom

                21.8.2024 Gemeinsam mit Antonia Heigl vom Dom Museum Wien organisierete ich für eine kleine Gruppe von Freunden und Bekannten eine dialogorientierte Führung durch die Ausstellung „Sterblich sein“.

                Vielen herzlichen Dank an Barbara Steininger-Wetzlmair, die uns gekonnt, geistreich inspirierend geführt hat. Chapeau!

                Anschließend konnten wir über den Dächern von Wien mit Blick auf den Stephansdom unsere Gedanken in einem kultivierten Kreisgespräch austauschen. Alle Teilnehmer:innen kamen zu Wort und haben offenherzig erzählt, was sie am meisten beeindruckt hat und welche Resonanz die Objekte verursacht haben.

                Dabei hat uns meine geschätzte Kollegin Elisa Eichinger auch erzählt, was Sie als Filialleiterin bei Bestattung Himmelblau in ihren Gesprächen mit Hinterbliebenen und auch mit Menschen, die im Hinblick auf ihren eigenen letzten Weg vorsorgen wollen, erlebt. 

                In dieser Broschüre findest Du im zweiten Teil die Checkliste mit allen Themen, die bei der Planung einer Bestattung zu klären sind. Die Beraterinnen in den Himmelblau Filialen stehen Dir gerne für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Elisa Eichinger, wien@bestattung-himmelblau.at, +43 1 361500011 hast Du ja schon kennengelernt.

                Sterblich sein Abend am Stephansplatz

                Die Ausstellung befasste sich mit dem unausweichlichen Bestandteil jeder Existenz: „Sterblich sein“ spürt mittels Gegenüberstellung von Kunstwerken, die einen kulturhistorischen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart spannen, der tiefen Bedeutung von Tod nicht nur im individuellen, sondern auch im kollektiven und gesellschaftspolitischen Kontext nach. Intime, persönliche Ansätze wurden genauso beleuchtet wie die öffentliche, politische Rolle des Sterbens und die Auseinandersetzung damit.

                In unserer Gruppe wurde als besonders beeindruckend mehrmals die Pieta von Sam Jinks erwähnt. Deshalb hier die Werkbeschreibung aus dem Katalog des Dom Museum Wien.

                Still Life (Pieta), 2007

                Sam Jinks (geboren 1973)
                Silikon, Farbpigmente, Menschenhaar
                Australian Private Collection

                Die Pietà, das Bildnis der trauernden Muttergottes mit dem toten Sohn auf dem Schoß, ist eines der berührendsten Motive der christlichen Kunst. Der australische Künstler Sam Jinks lehnt sich mit Titel und Bildaufbau seiner hyperrealistischen Skulptur an Michelangelos um das Jahr 1500 entstandene Marmorskulptur an: Diese zeigt zwei idealschöne, junge Körper, deren Schmerz und Trauer völligem Frieden gewichen sind – der, wie der zum Himmel erhobene linke Zeigefinger der Madonna andeutet, auf absolutem Gottvertrauen basiert. In Sam Jinks’ Arbeit ist die haltende Figur allerdings ein Mann mittleren Alters, der einen alten, möglicherweise toten Menschen im Arm wiegt. Anders als im kunsthistorischen Vorbild stellen die beiden keine Verbindung nach außen her, ihre Augen sind geschlossen. Ein Gefühl schmerzhafter Innerlichkeit durchdringt die gesamte Skulptur.

                Der Rückgriff auf christliche Motive findet sich in Sam Jinks’ Werk
                ebenso wie eine leichte Verfremdung der Figuren. Die Lebensnähe von Form, Materialität und Farbe kontrastiert dabei mit verscho­benen  Größenverhältnissen. Anders als das historische Original zeigt Jinks’ Figurengruppe allerdings eine Umkehr der Personen: Hier scheint das erwachsene Kind einen sterbenden oder toten Elternteil zu stützen. Gleichzeitig sind beide Bildnisse als Selbstporträts des Künstlers in verschiedenen Lebensaltern lesbar. Damit erweitert Sam Jinks das Bild der Trauer über einen geliebten Verstorbenen zu einer intimen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit.

              • Letztes Abendmahl und Fußwaschung

                Wie sehr sich das Johannesevangelium von den Synoptikern abhebt, zeigt sich insbesondere an der Fußwaschung Joh 13, 1–20. Während diese das Letzte Abendmahl als Pessachfeier mit Einsetzung der Eucharistie als Feier des Neuen Bundes inszenieren, verortet jenes deren Ursprung im Zusammenhang der Speisung der Fünftausend in Joh 6. Dort heißt es zwar, das Pessach sei nahe gewesen (V. 4), doch die direkte Verbindung zur Passion ist dort nicht gegeben. Was dies für die Eucharistie in johanneischer Sicht bedeutet, zeigt Ludger Schenke im entsprechenden Kapitel seiner Rekonstruktion der Entstehung des Johannesevangeliums.

                Gehen wir der Bedeutung nach, die bei Johannes die Fußwaschung als sakramentale Zeichenhandlung gewinnt. Sie greift erkennbar Jesu Reaktion auf den Rangstreit der Jünger auf: „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“ (Mk 9, 35) Indem der johanneische Jesus dies durch sein Handeln beim Abschiedsmahl geradezu ins Absurde steigert, deutet er seine Passion voraus und erhebt das Dienen zu seinem Vermächtnis. Gregor der Große (590–604) hat das verstanden, als er sich Diener der Diener Gottes (servus servorum Dei) nannte – die Formel, mit der Päpste bis heute offizielle Dokumente unterschreiben. Im Johannesevangelium gipfelt darin die Dynamik des Prologs, die zentral vom Abstieg Gottes des Logos geprägt ist; über die mehrfache Andeutung der paradox gemeinten Erhöhung (3, 14; 8, 28; 12, 32) und die Fußwaschung führt eine gerade Linie bis zum lapidaren „Vollbracht“ des sterbenden Logos am Kreuz (19, 30). So eindrücklich das Zeichen, so sehr geht es um die Haltung; um das Tun des Unwahrscheinlichen, Unerwarteten, das eingefahrene Gewohnheiten durchbricht und gerade so göttliches Licht hereinlässt.

                Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom August 2024, Editorial von Johannes Bernhard Uphus.

                Letztes Abendmahl und Fußwaschung, Perikopenbuch Heinrichs II., Reichenau, Anfang 11. Jahrhundert, Bayerische Staatsbibliothek München, Clm 4452, fol. 105v, © Bayerische Staatsbibliothek München

                Gemeinschaft mit dem Herrn
                Im Perikopenbuch Heinrichs II. ist der Evangelienabschnitt Joh 13, 1–15 mit dem Festtitel „IN CAENA DNI“ (beim Mahl des Herrn) überschrieben und wird mit einer großen S-Initiale eingeleitet, da der Text im Lateinischen mit „Sciens Jesus, quia venit eius hora“ beginnt (Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, Joh 13, 1). Im aufgeschlagenen Buch links von diesem Beginn des Gründonnerstagsevangeliums zeigt der Codex eine ganzseitige Miniatur mit der Darstellung des Abendmahles (oben) und der Fußwaschung (unten, unser Titelbild).
                Mahl und Fußwaschung
                Das Johannesevangelium unterscheidet sich von den anderen drei (synoptischen) Evangelien bei der Schilderung der Geschehnisse am Gründonnerstag unter anderem dadurch, dass das Mahl Jesu mit seinen Jüngern zwar vorausgesetzt (vgl. Joh 13, 2.4), aber nicht ausführlich geschildert wird. In der liturgischen Feier am Gründonnerstag wird deshalb vor dem Evangelium 1 Kor 11, 23–26 mit der paulinischen Überlieferung des Abendmahls gelesen. Johannes legt viel größeren Wert auf die Fußwaschung und auf die sogenannten Abschiedsreden Jesu. Die synoptischen Evangelien hingegen erwähnen die Fußwaschung mit keinem Wort.
                Der Maler unserer Miniatur scheint die Abfolge der Ereignisse aber umgedreht zu haben: Eine Reinigung der Füße fand im Vorderen Orient natürlich vor dem Mahl statt, nicht danach, jedoch schildert Johannes etwas uneindeutig, dass Jesus vom Mahl aufstand, um den Jüngern die Füße zu waschen (vgl. Joh 13, 4), auch wenn das eigentliche Mahl (ohne Einsetzungsworte) auch bei Johannes danach anklingt (vgl. Joh 13, 26).
                Anteil haben am Herrn
                Mahl und Fußwaschung haben eine zentrale inhaltliche Verbindung: Es geht um die Anteilhabe am Herrn, um die Gemeinschaft mit ihm. Auf der einen Seite durch die Gemeinschaft mit ihm im Mahl, durch die Teilhabe an Jesu Selbsthingabe unter den Zeichen von Brot und Wein als Vorausdeutung seines Kreuzestodes als Erlösung für die Vielen (vgl. Mk 14, 24). Auf der anderen Seite durch den Dienst der Fußwaschung mit der Implikation, dass wir Gemeinschaft mit dem Herrn haben können, wenn wir anderen dienen.
                Die beiden auf der Innenkarte dargestellten Szenen zeigen einige Besonderheiten:

                Jesus sitzt etwas ungemütlich, auch wenn sein thronartiger Sitz mit einem Polster und einem gesäumten Tuch bedeckt ist. Hier spürt man noch eine antike Bildvorlage, welche die Mahlgemeinschaft um den Tisch liegend zeigte, mit dem Hausherrn links am Kopf der Tafel. Er hält eine Buchrolle in der Hand, schaut seine Jünger an und spricht zu ihnen: „Einer von euch wird mich ausliefern“ (Joh 13, 23). Alle Augen sind voller Spannung auf ihn gerichtet. Auf dem Tisch sehen wir Brote, zwei Kelche, eine Schale mit einem Fisch, zwei Messer, einen Krug, aber der Kelch zwischen Jesus und Judas bildet mit der Hand des Judas darüber ziemlich genau die Mitte des oberen Teiles der Miniatur. Denn die Hand des Judas ist es, die den von Jesus eingetauchten Bissen Brot nimmt und so den Verräter verrät.Oben findet das Mahl in einer Säulenhalle mit einer grünen Stoffbahn als Dekoration statt (beide Szenen sind von Goldgrund hinterfangen). Der ovale Tisch mit langem, weißem Tischtuch bildet die Mitte, um die sich die Apostel gruppieren, jedoch in sehr verschiedener Weise: Acht Apostel, an der Spitze Petrus ganz links, sitzen auf einer Bank, die rechts herausschaut, hinter dem Tisch. Ein Apostel (es ist Judas) sitzt auf einem Faldistor (Klappstuhl) vollkommen isoliert vor dem Tisch; er wirkt sehr klein und muss hoch zu Jesus hinaufschauen. Auf ihn werden wir später noch eingehen. Zwei kommen von links und bringen einen Kelch und einen Krug zum Tisch.
                Jesus sitzt etwas ungemütlich, auch wenn sein thronartiger Sitz mit einem Polster und einem gesäumten Tuch bedeckt ist. Hier spürt man noch eine antike Bildvorlage, welche die Mahlgemeinschaft um den Tisch liegend zeigte, mit dem Hausherrn links am Kopf der Tafel. Er hält eine Buchrolle in der Hand, schaut seine Jünger an und spricht zu ihnen: „Einer von euch wird mich ausliefern“ (Joh 13, 23). Alle Augen sind voller Spannung auf ihn gerichtet. Auf dem Tisch sehen wir Brote, zwei Kelche, eine Schale mit einem Fisch, zwei Messer, einen Krug, aber der Kelch zwischen Jesus und Judas bildet mit der Hand des Judas darüber ziemlich genau die Mitte des oberen Teiles der Miniatur. Denn die Hand des Judas ist es, die den von Jesus eingetauchten Bissen Brot nimmt und so den Verräter verrät.

                Auch die Fußwaschung findet in einem Innenraum statt, der durch zwei Säulen gekennzeichnet ist. Ein roter Vorhang (als liturgische Farbe ist für den Gründonnerstag rot damals am meisten bezeugt) ist an den Säulen hochgebunden. Jesus steht frei vor dem Goldgrund, mit dem im Text genannten umgebundenen Leinentuch (vgl. Joh 13, 4), und spricht mit weit ausgestreckter Rechten zu Petrus. Dieser hat von einem großen hölzernen Sitz aus den linken Fuß in eine große Wasserschale gesenkt, sodass er die Wasserfläche gerade berührt. Die Hände aber streckt er zu Jesus aus. Beide schauen einander an. Es ist also offensichtlich der Moment gewählt, in dem Jesus sagt: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir“ (Joh 13, 8) und Petrus einwilligt. Zehn weitere Apostel stehen hinter Petrus summarisch gestaffelt.
                 
                Die rätselhafte Figur das Judas
                Ganz rechts ist ein junger Mann zu sehen, der seinen linken Fuß auf ein Podest gestellt hat und die Schnüre seiner Sandalen löst (alle anderen Personen sind auf der Miniatur ohne Schuhe dargestellt). Dahinter steht die antike Figur des Sandalenlösers, die auch in anderen ottonischen und Reiche­nauer Miniaturen der Fußwaschung anklingt (vgl. MAGNIFICAT Heilige Woche 2015). Da es aber ohne diesen nur e1f Apostel wären und Judas bei der Fußwaschung noch anwesend war (vgl. Joh 13, 2.11), ist hiermit wahrscheinlich Judas gemeint. Aus der Aussage Jesu „wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir“ (Joh 13, 8) folgerte schon die antike Theologie (Origenes), dass Judas nicht die Füße gewaschen bekommen konnte. Aus diesem Grund ist Judas hier wahrscheinlich in dieser rätselhaften Weise als Sandalenlöser dargestellt. Noch isolierter als in der oberen Szene, Jesus die kalte Schulter zeigend und sich fast hinter der Säule versteckend, ist er nicht Teil der Gemeinschaft, hat er keinen Anteil am Herrn und schaut doch sehnsuchtsvoll zur Mitte des Geschehens. 
                 
                Quelle: Magnificat – das Stundenbuch vom August 2024, Das Bild im Blick, Heinz Detlef Stäps
              • Mein Herr und mein Gott!

                Der Zweifel des Apostels Thomas: Eine Reflexion über Vertrauen und Glaube

                Am 3. Juli feiern wir das Fest des Apostels Thomas, bekannt als der Zweifler. Thomas‘ Geschichte ist eine Erzählung von Skepsis und der Suche nach Wahrheit, die auch heute noch viele Menschen anspricht. Thomas musste sich persönlich davon überzeugen, dass Jesus lebt, um an die Auferstehung zu glauben. „Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht“ (Joh 20,25).

                Acht Tage nach dieser Äußerung erschien Jesus seinen Jüngern erneut, diesmal war Thomas dabei. Die Szene, die das Evangelium beschreibt, ist ergreifend: „Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20,26-29).

                Der ungläubige Thomas, Caravaggio, 1601–1602
                Palais in Sanssouci, Potsdam
                Öl auf Leinwand, 118 × 156,5 cm

                In der Kunst wird diese Szene oft dramatisch dargestellt, wie etwa bei Caravaggio, der Thomas zeigt, wie er seinen Finger in die Wunde Jesu legt. Doch der Text selbst spricht nicht davon, dass Thomas Jesus tatsächlich berührt. Es scheint vielmehr, dass die bloße Anwesenheit Jesu, seine warme Stimme und das direkte Eingehen auf Thomas‘ Zweifel genug waren, um den Apostel zu überzeugen. Die Einladung Jesu, die Narben zu berühren, könnte als symbolische Geste verstanden werden, die Thomas zeigte, dass sein Zweifel ernst genommen wurde.

                Dieses Erlebnis führte zu einem der schönsten und kürzesten Glaubensbekenntnisse in der Geschichte des Christentums: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20,28). Diese Worte sind ein Zeugnis für die transformative Kraft von Begegnungen, die sowohl Kopf als auch Herz berühren.

                Die Geschichte von Thomas zeigt, dass es beim Glauben nicht nur um physische Beweise geht. Es geht um die Berührung des Geistes und des Herzens, um Vertrauen, Empathie und Einfühlungsvermögen. In einer Welt, die oft von Skepsis und Zweifel geprägt ist, erinnert uns Thomas daran, dass wahre Überzeugung oft aus dem tiefen menschlichen Bedürfnis nach Verbindung und Verstehen entsteht.

                Thomas‘ Zweifel und seine schlussendliche Erkenntnis lehren uns, dass es in Ordnung ist, Fragen zu stellen und Beweise zu suchen. Gleichzeitig zeigt uns seine Erfahrung, dass der Glaube oft über das hinausgeht, was wir sehen und anfassen können. Es ist die Begegnung mit dem Heiligen, das direkte Eingehen auf unsere Zweifel und die persönliche Berührung, die unser Vertrauen und unseren Glauben stärken.

                Am Fest des Apostels Thomas erinnern wir uns daran, dass der Weg zum Glauben durch Zweifel führen kann und dass das tiefste Glaubensbekenntnis oft aus der Berührung des Herzens und des Geistes entsteht. Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben – aber auch die, die durch ihre Zweifel und Fragen zu einem tieferen, persönlicheren Glauben finden.

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              • „Liebe, aber sei vorsichtig, was du liebst“

                Liebe und Verlust: Hannah Arendt und der fundamentale Schrecken des Verlusts

                Eine kleine Nachlese bei Hannah Arendt und Augustinus von Harald Preyer
                Wien, am 2.6.2024

                „Liebe, aber sei vorsichtig, was du liebst“, schrieb der römisch-afrikanische Philosoph Augustinus in den letzten Jahren des vierten Jahrhunderts. In gewisser Weise sind wir das, was wir lieben – wir werden es, so wie es uns wird, heraufbeschworen aus unseren unzähligen bewussten und unbewussten Sehnsüchten, Verzweiflungen und Mustern der Begierde. Dennoch ist da etwas zutiefst Paradoxes in dem Aufruf zur Vernunft in der Vorstellung, dass wir Vorsicht walten lassen können in Liebesangelegenheiten – geliebt zu haben bedeutet, das Korsett der Irrationalität zu kennen, das selbst über den willensstärksten Verstand schlüpft, wenn das Herz mit seiner köstlichen Sorglosigkeit übernimmt.

                Wie man Augustinus‘ Vorsicht beherzigt, nicht durch Unterwerfung, sondern durch besseres Verständnis unserer Erfahrung der Liebe, erforscht Hannah Arendt (14. Oktober 1906 – 4. Dezember 1975) in ihrem wenig bekannten, aber in vieler Hinsicht schönsten Werk, „Liebe und Augustinus“ – Arendts erstes Buchmanuskript und das letzte, das auf Englisch veröffentlicht wurde, posthum gerettet aus ihren Papieren von der Politikwissenschaftlerin Joanna Vecchiarelli Scott und der Philosophin Judith Chelius Stark.

                In den fünf Jahrzehnten, nachdem sie es 1929 als ihre Doktorarbeit geschrieben hatte – eine Zeit, in der diese Apostelin der Vernunft, die eine der schärfsten und kühlsten analytischen Köpfe des zwanzigsten Jahrhunderts werden sollte, ihre feurigen Liebesbriefe an Martin Heidegger verfasste – überarbeitete und annotierte Arendt das Manuskript obsessiv. An Augustinus‘ Schleifstein schärfte sie ihre zentralen philosophischen Ideen – hauptsächlich die problematische Diskrepanz, die sie zwischen Philosophie und Politik sah, wie sie durch den Aufstieg von Ideologien wie dem Totalitarismus belegt wurde, dessen Ursprünge sie so denkwürdig und eindringlich untersuchte. Von Augustinus übernahm sie den Ausdruck amor mundi – „Liebe zur Welt“ –, der ein prägendes Merkmal ihrer Philosophie werden sollte. Beschäftigt mit Fragen, warum wir dem Bösen erliegen und es normalisieren, identifizierte Arendt als Wurzel der Tyrannei den Akt, andere Menschen irrelevant zu machen. Immer wieder kehrte sie zu Augustinus für das Gegenmittel zurück: die Liebe.

                Doch während diese alte Vorstellung von Nächstenliebe, die Martin Luther King, Jr. inspirieren sollte, zentral für Arendts philosophische Besorgnis und ihr Interesse an Augustinus war, ist ihre politische Bedeutung untrennbar von der tiefsten Quelle der Liebe: dem Persönlichen. Bei all der politischen und philosophischen Weisheit, die sie daraus zieht, wird Augustinus‘ „Bekenntnisse“ von seiner Erfahrung persönlicher Liebe belebt – jene ewige Kraft, die die Sonne und den Mond und die Sterne unserer inneren Leben regiert, reflektiert und kodifiziert in unseren kulturellen und sozialen Strukturen.

                Mit einem Auge auf Augustinus‘ Vorstellung von Liebe als „eine Art Verlangen“ – das lateinische appetitus, von dem sich das Wort „Appetit“ ableitet – und seiner Behauptung, dass „lieben in der Tat nichts anderes ist als etwas um seiner selbst willen zu begehren“, betrachtet Arendt dieses richtungsweisende Verlangen, das die Liebe antreibt:

                „Jedes Verlangen ist an ein bestimmtes Objekt gebunden, und es bedarf dieses Objekts, um das Verlangen selbst zu entfachen und ihm somit ein Ziel zu geben. Das Verlangen wird durch das bestimmte Gegebene bestimmt, das es sucht, so wie eine Bewegung durch das Ziel bestimmt wird, auf das sie sich zubewegt. Denn, wie Augustinus schreibt, ist Liebe ‚eine Art Bewegung, und jede Bewegung ist auf etwas gerichtet‘. Was die Bewegung des Begehrens bestimmt, ist immer zuvor gegeben. Unser Verlangen zielt auf eine Welt, die wir kennen; es entdeckt nichts Neues. Das, was wir kennen und begehren, ist ein ‚Gut‘, andernfalls würden wir es nicht um seiner selbst willen suchen. Alle Güter, die wir in unserer suchenden Liebe begehren, sind unabhängige Objekte, die in keiner Beziehung zu anderen Objekten stehen. Jedes von ihnen stellt nichts anderes dar als seine isolierte Güte. Das charakteristische Merkmal dieses Gutes, das wir begehren, ist, dass wir es nicht haben. Sobald wir das Objekt haben, endet unser Verlangen, es sei denn, wir sind von seinem Verlust bedroht. In diesem Fall verwandelt sich das Verlangen zu haben in die Angst zu verlieren. Als Suche nach dem bestimmten Gut statt nach zufälligen Dingen ist das Begehren eine Kombination aus ‚Zielen auf‘ und ‚Zurückverweisen auf‘. Es verweist zurück auf den Einzelnen, der das Gute und Böse der Welt kennt und glücklich leben will. Es ist, weil wir das Glück kennen, dass wir glücklich sein wollen, und da nichts sicherer ist als unser Wunsch, glücklich zu sein, leitet uns unsere Vorstellung von Glück bei der Bestimmung der jeweiligen Güter, die dann zu Objekten unserer Begierden werden. Verlangen oder Liebe ist die menschliche Möglichkeit, das Gut zu erlangen, das ihn glücklich machen wird, das heißt, das zu erlangen, was ihm am meisten eigen ist.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Deshalb kann eine großzügige und unbesitzergreifende Liebe – eine Liebe, die durch das Scheitern, das begehrte Gut zu erlangen, nicht vermindert wird – wie eine Leistung erscheinen, die nichts weniger als übermenschlich ist. („Wenn gleiche Zuneigung nicht sein kann, / Lass mich der liebevollere sein“, schrieb Arendts guter Freund und großer Bewunderer W.H. Auden in seiner erhabenen Ode an diesen übermenschlichen Triumph des Herzens.) Aber eine Liebe, die auf Besitz basiert, warnt Arendt, verwandelt sich unvermeidlich in Angst – die Angst, das Gewonnene zu verlieren. Zwei Jahrtausende nachdem Epiktet seine Heilung für Liebeskummer im Akzeptieren, dass alle Dinge vergänglich sind und daher auch die Liebe mit den losen Fingern der Nicht-Anhaftung gehalten werden sollte, angeboten hatte, schreibt Arendt – die Augustinus‘ Schuld an den Stoikern bemerkt:

                „Solange wir zeitliche Dinge begehren, sind wir ständig dieser Bedrohung ausgesetzt, und unsere Angst zu verlieren entspricht immer unserem Wunsch zu haben. Zeitliche Güter entstehen und vergehen unabhängig vom Menschen, der durch sein Begehren an sie gebunden ist. Ständig durch Verlangen und Angst an eine Zukunft voller Ungewissheiten gebunden, berauben wir jeden gegenwärtigen Moment seiner Ruhe, seines intrinsischen Wertes, den wir nicht genießen können. Und so zerstört die Zukunft die Gegenwart.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Ein halbes Jahrhundert nach Tolstois Ermahnung, dass „zukünftige Liebe nicht existiert [denn] Liebe ist nur eine gegenwärtige Aktivität“, fügt Arendt hinzu:

                „Die Gegenwart wird nicht durch die Zukunft als solche bestimmt… sondern durch bestimmte Ereignisse, die wir von der Zukunft hoffen oder fürchten, und die wir entsprechend begehren und verfolgen oder meiden und vermeiden. Glück besteht im Besitz, im Haben und Halten unseres Gutes, und noch mehr darin, sicher zu sein, es nicht zu verlieren. Traurigkeit besteht darin, unser Gut verloren zu haben und diesen Verlust zu ertragen. Doch für Augustinus wird das Glück des Habens nicht von der Traurigkeit, sondern von der Angst des Verlusts kontrastiert. Das Problem des menschlichen Glücks ist, dass es ständig von Angst heimgesucht wird. Es geht nicht um das Fehlen des Besitzes, sondern um die Sicherheit des Besitzes.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Der Tod ist natürlich der ultimative Verlust – sowohl der Liebe als auch des Lebens – und daher das ultimative Objekt unserer zukunftsorientierten Angst. Und doch ist diese Flucht vor der Gegenwart durch das Portal der Angst – vielleicht die häufigste Krankheit, der Menschen unterliegen – selbst ein lebender Tod. Arendt schreibt:

                „In ihrer Angst vor dem Tod fürchten diejenigen, die leben, das Leben selbst, ein Leben, das zum Sterben verurteilt ist… Die Weise, in der das Leben sich selbst kennt und wahrnimmt, ist Sorge. So wird das Objekt der Angst zur Angst selbst. Selbst wenn wir annehmen sollten, dass es nichts zu fürchten gibt, dass der Tod kein Übel ist, bleibt die Tatsache der Angst (dass alle Lebewesen den Tod scheuen).“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Vor diesem Hintergrund des negativen Raums zeichnet Arendt die Form des ultimativen Objekts der Liebe nach Augustinus:

                „Furchtlosigkeit ist, was die Liebe sucht. Liebe als Verlangen wird durch ihr Ziel bestimmt, und dieses Ziel ist Freiheit von Angst.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                In einem Gefühl, das den zentralen Mechanismus beleuchtet, durch den Frustration (vorübergehende) Zufriedenheit in der romantischen Liebe befeuert, fügt sie hinzu:

                „Eine Liebe, die etwas Sicheres und Verfügbares auf der Erde sucht, ist ständig frustriert, weil alles dem Untergang geweiht ist. In dieser Frustration kehrt sich die Liebe um und ihr Objekt wird eine Negation, so dass nichts mehr begehrt wird außer Freiheit von Angst. Eine solche Furchtlosigkeit existiert nur in der völligen Ruhe, die nicht mehr durch erwartete Ereignisse der Zukunft erschüttert werden kann.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Wenn Gegenwart – das Entfernen von Erwartungen – eine Voraussetzung für eine wahre Erfahrung der Liebe ist, dann ist Zeit die elementare Infrastruktur der Liebe. Fast ein halbes Jahrhundert später, als sie die erste Frau wurde, die in der 85-jährigen Geschichte der Gifford Lectures die prestigeträchtige Vorlesungsreihe hielt, würde Arendt diese Vorstellung von Zeit als den Ort unseres denkenden Egos zum Mittelpunkt ihres bahnbrechenden Vortrags „Das Leben des Geistes“ machen. Nun, indem sie aus Augustinus‘ Schriften zitiert, betrachtet sie das Paradoxon der Liebe jenseits der Zeit für Geschöpfe, die so zeitlich sind wie wir:

                „Selbst wenn die Dinge bestehen bleiben sollten, tut es das menschliche Leben nicht. Wir verlieren es täglich. Während wir leben, ziehen die Jahre durch uns hindurch und sie nagen uns zu Nichts. Es scheint, dass nur die Gegenwart real ist, denn ‚vergangene und zukünftige Dinge sind nicht‘; aber wie kann die Gegenwart (die ich nicht messen kann) real sein, da sie keinen ‚Raum‘ hat? Das Leben ist immer entweder nicht mehr oder noch nicht. Wie die Zeit kommt das Leben ‚aus dem Noch-nicht, geht durch das Ohne-Raum, und verschwindet in das Nicht-mehr‘. Kann man sagen, dass das Leben überhaupt existiert? Dennoch misst der Mensch die Zeit. Vielleicht besitzt der Mensch einen ‚Raum‘, in dem die Zeit lange genug bewahrt werden kann, um gemessen zu werden, und würde dieser ‚Raum‘, den der Mensch mit sich trägt, nicht sowohl das Leben als auch die Zeit übersteigen?“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Zeit existiert nur, insofern sie gemessen werden kann, und der Maßstab, mit dem wir sie messen, ist der Raum.

                Für Augustinus, merkt sie an, ist das Gedächtnis der Raum, in dem die Zeit gemessen und gespeichert wird:

                „Das Gedächtnis, das Lagerhaus der Zeit, ist die Gegenwart des ‚Nicht-mehr‘ (iam non), wie die Erwartung die Gegenwart des ‚Noch-nicht‘ (nondum) ist. Daher messe ich nicht das, was nicht mehr ist, sondern etwas in meinem Gedächtnis, das darin fixiert bleibt. Es ist nur durch die Herbeirufung der Vergangenheit und Zukunft in die Gegenwart des Erinnerns und Erwartens, dass die Zeit überhaupt existiert. Daher ist die einzige gültige Zeitform die Gegenwart, das Jetzt.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Eines der großen Themen, die ich in Figuring untersuche, ist diese Frage der Zeitlichkeit selbst unserer üppigsten Erfahrungen. „Die Vereinigung zweier Naturen für eine Zeit ist so groß“, schrieb Margaret Fuller – eine meiner zentralen Figuren. Sollen wir verzweifeln oder uns freuen über die Tatsache, dass selbst die größten Lieben nur „für eine Zeit“ existieren? Die Zeitskalen sind elastisch, sie dehnen und kontrahieren sich mit der Tiefe und Größe jeder Liebe, aber sie sind immer endlich – wie Bücher, wie Leben, wie das Universum selbst. Der Triumph der Liebe liegt im Mut und der Integrität, mit der wir die transzendente Vergänglichkeit bewohnen, die zwei Menschen für die Zeit bindet, in der sie gebunden sind, bevor sie mit gleichem Mut und Integrität loslassen. Fullers Ausruf beim ersten Anblick der Gemälde von Correggio, überwältigt von einer Schönheit, die sie zuvor nicht gekannt hatte, strahlt eine größere Wahrheit über das menschliche Herz aus: „Süße Seele der Liebe! Auch von dir würde ich müde werden; aber es war glorreich an jenem Tag.“

                Arendt verortet diese grundlegende Tatsache des Herzens in Augustinus‘ Schriften. Ein Jahrhundert nachdem Kierkegaard behauptete, dass „der Augenblick nicht richtig ein Atom der Zeit, sondern ein Atom der Ewigkeit ist“, stellt sie fest:

                „Das Jetzt ist das, was die Zeit rückwärts und vorwärts misst, weil das Jetzt, streng genommen, nicht die Zeit ist, sondern außerhalb der Zeit. Im Jetzt treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Für einen flüchtigen Moment sind sie gleichzeitig, so dass sie vom Gedächtnis gespeichert werden können, das sich an Vergangenes erinnert und die Erwartung von Zukünftigem hält. Für einen flüchtigen Moment (das zeitliche Jetzt) ist es, als würde die Zeit stillstehen, und es ist dieses Jetzt, das Augustinus‘ Modell der Ewigkeit wird.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Augustinus selbst erfasst diese transzendente Zeitlichkeit:

                „Wer wird [das Herz] halten und fixieren, damit es einen Moment stillsteht und für einen Moment den Glanz der Ewigkeit einfängt, die für immer stillsteht, und dies mit zeitlichen Momenten vergleicht, die niemals stillstehen, und sieht, dass es unvergleichlich ist… aber dass in dieser Ewigkeit nichts vergeht, sondern das Ganze präsent ist.“ (Augustinus)

                Arendt schärft den Kern des Paradoxons:

                „Was den Menschen daran hindert, im zeitlosen Jetzt zu ‚leben‘, ist das Leben selbst, das niemals ’stillsteht‘. Das Gute, nach dem die Liebe verlangt, liegt jenseits aller bloßen Wünsche. Wenn es nur eine Frage des Begehrens wäre, würden alle Wünsche in Angst enden. Und da alles, was das Leben von außen als Objekt seines Begehrens konfrontiert, um des Lebens willen gesucht wird (ein Leben, das wir verlieren werden), ist das ultimative Objekt aller Wünsche das Leben selbst. Das Leben ist das Gut, das wir suchen sollen, nämlich das wahre Leben.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Sie kehrt zum Begehren zurück, das uns gleichzeitig aus dem Leben herausführt und in es hinein stürzt:

                „Das Begehren vermittelt zwischen Subjekt und Objekt, und es vernichtet die Distanz zwischen ihnen, indem es das Subjekt in einen Liebenden und das Objekt in das Geliebte verwandelt. Denn der Liebende ist niemals isoliert von dem, was er liebt; er gehört dazu… Da der Mensch nicht selbstgenügsam ist und daher immer etwas außerhalb seiner selbst begehrt, kann die Frage, wer er ist, nur durch das Objekt seines Begehrens und nicht, wie die Stoiker dachten, durch die Unterdrückung des Begehrens selbst gelöst werden: ‚So ist jeder, wie seine Liebe ist‘ [schrieb Augustinus]. Streng genommen ist er, der überhaupt nicht liebt und begehrt, ein Niemand.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                […]

                „Der Mensch als solcher, sein Wesen, kann nicht definiert werden, weil er immer danach strebt, zu etwas außerhalb seiner selbst zu gehören und sich entsprechend verändert… Wenn er überhaupt eine wesentliche Natur haben könnte, wäre es der Mangel an Selbstgenügsamkeit. Daher wird er durch Liebe angetrieben, aus seiner Isolation auszubrechen… für das Glück, das die Umkehrung der Isolation ist, ist mehr erforderlich als bloßes Zugehören. Glück wird nur erreicht, wenn das Geliebte ein dauerhaftes inhärentes Element des eigenen Seins wird.“ (Hannah Arendt, Liebe und Augustinus)

                Es ist erstaunlich, die Linie dieser Ideen im Leben von Arendts Denken zu verfolgen. Jahrzehnte nach ihren Doktortagen würde sie ihre einflussreiche Abhandlung darüber verfassen, wie Tyrannen Isolation als Waffe der Unterdrückung verwenden – Totalitarismus ist mit anderen Worten nicht nur die Verweigerung der Liebe, sondern ein Angriff auf das Wesen der menschlichen Wesen.

                Im Rest von Liebe und Augustinus untersucht Arendt Augustinus‘ Hierarchie der Liebe, die psychologische Struktur des Verlangens, die Gefahren der Erwartung und die Bausteine jener „Liebe zur Welt“, die für ein harmonisches Leben und eine harmonische Gesellschaft so wichtig ist. Kombiniere dies mit Elizabeth Barrett Browning über Glück als moralische Verpflichtung und besuche dann erneut Arendts Überlegungen zu Handlung und Streben nach Glück, Lügen in der Politik, die Macht des Außenseiters und den Unterschied zwischen der Art und Weise, wie Kunst und Wissenschaft die menschliche Bedingung erleuchten.


                Quellen:

                • Hannah Arendt, Liebe und Augustinus
                • Augustinus, Bekenntnisse
                • Epiktet, Handbuch der Moral
                • W.H. Auden, If equal affection cannot be